Augenflimmern – mögliche Ursachen und Behandlung

Das Augenflimmern (Flimmerskotom), die plötzlich auftretenden Sehstörungen, nehmen die meisten Menschen als sehr beängstigend wahr. Doch dazu besteht oftmals kein Grund, denn diese Beschwerden können auch völlig harmlos sein. Wenn das Augenflimmern allerdings immer wieder auftritt und es zu weiteren Symptomen kommt, sollte ein Augenarzt aufgesucht werden, damit ernsthafte Erkrankung ausgeschlossen werden können. Der folgende Beitrag erläutert die möglichen Ursachen und gibt akute Hilfstipps.

Die möglichen Ursachen für das Augenflimmern

Einige Krankheitsbilder geben auch der Medizin Rätsel auf. Dazu zählt ebenso das Augenflimmern. Hierbei bewegen sich kleine Lichtpunkte, die Schneeflocken ähneln, vor den Augen und behindern die Sicht. Die Betroffenen beschreiben dies als ein ständiges Flimmern von Punkten, welche sich in der Intensität und Farbe verändern. Während das kurzzeitige Flimmern nach einer bestimmten Zeit wieder vergeht, leiden die Betroffenen bei der dauerhaften Form ständig unter den flimmernden Lichtpunkten. Auch bei geschlossenen Augen verschwinden diese nicht.

Die genauen Ursachen sind noch weitestgehend unbekannt. Vermutlich sind die Auslöser der Beschwerden Durchblutungsstörungen im Gehirn. Wenn das Augenflimmern lediglich wenige Minuten bis Stunden anhält, kann es auch eine Stressreaktion des Körpers sein. Vor allem ein langes Arbeiten am Computer unter einer hohen Arbeitsbelastung kann die Symptomatik erhöhen.

In vielen Fällen kündigt das Augenflimmern auch eine Migräne an oder begleitet diese. Des Weiteren kann die Einnahme von Medikamenten zu einem zeitweiligen Flimmern führen. Eine weitere Möglichkeit ist der grüne Star (Glaukom). Hierbei gelten Kopfschmerzen und Augenflimmern als ein erstes Anzeichen. Unbehandelt führt diese Erkrankung zur Erblindung des Auges. Auch eine Aderhautentzündung, eine Netzhautablösung oder eine starken Kurzsichtigkeit kommen als Ursache für das Augenflimmern in Betracht. Letzten Endes konnte das Flimmern noch nicht eindeutig bestimmten Erkrankungen zugeordnet werden. Daher kommt es immer wieder zu neuen Vermutungen.

Somit ergeben sich folgende Ursachen als eventuelle Auslöser:

  • Stress, insbesondere in der Kombination mit einer sitzenden Tätigkeit
  • Drogenkonsum
  • Vitamin- und/oder Aminosäurenmangel
  • Einnahme von Medikamenten, beispielsweise Antidepressiva (SSRI)
  • Migräne
  • psychische Störungen
  • Multiple Sklerose
  • Sehnerventzündungen
  • grüner Star, Aderhautentzündung, Netzhautablösung oder starke Kurzsichtigkeit
  • Borreliose

Behandlung von Augenflimmern durch eine Migräne

Tritt die Sehstörung durch die so genannte Migräne mit Aura auf, bei der das Flimmern eine Begleiterscheinung ist, muss meist keine Behandlung durch einen Augenarzt erfolgen. In diesem Fall gilt es eher, die Schmerzen zu lindern. Der Patient wird gegebenenfalls an einen Neurologen überwiesen, damit die Beschwerden weiter abgeklärt werden können. Wenn das Augenflimmern beim Arbeiten mit einer Maschine auftritt, muss die Arbeit unterbrochen werden. Das Gleiche gilt, wenn ein Fahrzeug im Straßenverkehr geführt wird. Auch hier darf die Fahrt erst nach abgeklungenem Anfall fortgesetzt werden.

Bei einer Migräne ist es ratsam, sich in einem dunklen Zimmer aufzuhalten. Im Alltag kann vieles zu einer Migräne führen. Es ist wichtig, den Auslöser zu finden, um zukünftige Attacken zu vermeiden. Hierbei kann ein Migräne-Tagebuch hilfreich sein. In diesem wird notiert, wann es zu den Kopfschmerzen kommt, was vorher getan, gegessen und getrunken wurde. Schlafmangel ist eine häufige Ursache für Migräne-Attacken wobei bei manchen Betroffenen auch ein ungewohnt langes Ausschlafen beispielsweise am Wochenende zur Migräne führt.

Auto fahren
Tritt Augenflimmern während der Fahrt auf, sollten Sie sofort anhalten

Möglichkeiten bei Augenflimmern durch Stress

Migräne-Patienten leiden häufig unter Stress. Daher sollten regelmäßig Ruhezeiten eingelegt werden. Es ist wichtig, dem Alltag eine Struktur zu geben und sich selber Zeiten zu schaffen, um bewusst abzuschalten und zu entspannen. Ein heißes Bad, beruhigende Musik und Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training können vorbeugen. Die Häufigkeit der Anfälle kann auch durch Bewegung reduziert werden. Wer aufgrund von psychischen Problemen bereits ein Antidepressivum einnimmt, kann den Arzt um einen Wechsel der Medikamente bitten. Diese könnten Linderung bringen.

Einige Ärzte und Patienten berichten, dass die Einnahme von Antieptileptika Linderung verschaffen könnte. Eine natürliche Möglichkeit ist Johanniskraut. Dies kann das Augenflimmern vermindern und zudem bei einer leichten Depression helfen. Andere Betroffene gaben an, dass eine Umstellung der Ernährung und der Verzicht auf Kaffee und Nikotin geholfen haben, das Flimmern einzudämmen.

Daher können folgende Wege zu einer Linderung führen:

  • Reduzierung von Stress durch gesunden Ausgleich
  • Wechsel des Antidepressivums
  • Johanniskraut als natürliche Alternative
  • Einnahme von Antiepileptika
  • Umstellung der Ernährung

Die genannten Mittel stehen unterstützend zur Seite. Sie ersetzen jedoch keinen Besuch beim Arzt, um abzuklären, ob eine schwere Erkrankung oder psychische Probleme vorliegen.

Was hilft gegen Augenflimmern?

Wenn es zu einem Augenflimmern gekommen ist, müssen in erster Linie die Augen entlastet werden. Die größte Belastung für die Augen ist die Arbeit am Bildschirm. Wer stundenlang auf den Computer schaut, sollte darin die Ursache für das Flimmern suchen. Daher ist es sehr wichtig, die Gewohnheiten abzuändern. Nach circa zwei Stunden Bildschirmarbeit ist es empfehlenswert, eine Pause von 15 Minuten einzulegen. Dabei ist es wichtig, dass den Augen ein Ruhepunkt gegeben wird. Ideal ist es, ins Grüne zu blicken.

Auch sehr wichtig ist es, die Schulter- und Nackenmuskulatur zu lockern, da auch dauerhafte Verspannungen langfristig zu einem Augenflimmern führen können. Auch eine Augenmassage wirkt oftmals wohltuend. Zu den einfachen Hausmitteln gegen Augenflimmern gehört es, die Augen mittels kalten Wassers zu erfrischen, da der Tränenfluss durch die Kühle angeregt wird. Noch effektiver ist es, auf Augen und Nacken kalte Kompressen zu legen, denn dies lindert die Beschwerden. Wenn ein starker Alkoholkonsum als Ursache für Augenflimmern infrage kommt, sollte dieser unbedingt reduziert werden.

PC
Achten Sie auf regelmäßige Pausen bei der PC-Arbeit

Augenübungen

Augen-Übungen können als akute Hilfe bei einem Augenflimmern schnell und einfach zwischendurch ausgeführt werden. Diese helfen dabei, überanstrengte und müde Augen zu entlasten.

Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Ein Beispiel ist, das Gesicht mit den Fingerspitzen leicht abzustreifen oder abzuklopfen. Weitere Möglichkeiten sind es, die Gesichtshaut durch ein leichtes Kneifen oder ein sanftes Zwicken zu lockern. Dadurch können schnell eine neue Energie und somit ebenso ein klareres Sehen erreicht werden.

Bei einer anstrengenden Arbeit am Bildschirm hilft es oftmals auch, die Augen kurz vor den Reizen abzuschirmen, um sie zu entlasten. Hierfür werden die Augen mit den Händen bedeckt, damit kein Licht mehr einfällt. Dabei werden die Ellenbogen locker aufgestützt und der Rücken ist möglichst gerade. Die Augen werden nun geschlossen, es wird tief ein- und ausgeatmet, um dabei bewusst wahrzunehmen, was alles hinter den geschlossenen Augen sichtbar ist, beispielsweise Farben, bunte Punkte, Zacken oder Linien. Wenn nur noch schwarz sichtbar ist, fühlt sich der Betroffene in der Regel tief entspannt. Diesen Zustand gilt es, für einen Moment intensiv zu genießen, bevor die Handflächen von den Augen entfernt und die Augen wieder geöffnet werden. Diese benötigen meistens kurz, um sich an die Helligkeit wieder zu gewöhnen.

Wie kann ein Augenarzt helfen?

Bei manchen Menschen wird nicht genügend Tränenflüssigkeit produziert. Auch dieses kann zu einem Flimmern führen. Wenn dies der Fall ist, was ein Augenarzt feststellen kann, können Augentropfen Abhilfe schaffen. Bei vielen Patienten, die unter einem Augenflimmern leiden, wird auch festgestellt, dass die Sehstörungen von einer falschen Brille kommen. Daher sollten die Augen bei wiederkehrenden Beschwerden auf jeden Fall von einem Arzt überprüft werden.

Fazit

Die Ursachen für Augenflimmern finden sich zwar häufig in keinen ernsten gesundheitlichen Problemen, doch sie sind belastend. Daher gilt es in erster Linie, das Augenflimmern vorzubeugen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die auslösenden Faktoren analysiert, gefunden und somit beseitigt werden können.

Bilder: Pixabay.com/de

One comment

  1. Guten Tag , das Phänomen tritt bei mir auch machmal auf , Flimern Kofschmezen schwindel Übelkeit , ich beobachte das phänomen aber seit dem ich häufiger hate , es trit immer eine Tage nach kontakt mit Feinstaub bei mir auf konte ich festellen / Fenter umwelzheitzung im transporter / Schelif ,Sägeatbeiten usw meist Herbst frühjar weniger im Winter .

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