Brüchige Haare – Ursachen und Behandlung

In unserer Gesellschaft haben Haare einen hohen Wert, denn sie machen einen großen Teil unserer individuellen Erscheinung aus und gehören fest zum Schönheitsideal dazu. Deshalb ist es besonders wichtig, die Haare richtig zu pflegen und folgenschwere Fehler in der Behandlung zu verhindern. Brüchige Haare sind zu einem echten Problem geworden, da immer mehr Medikamente und Haarpflegeprodukte chemische Substanzen enthalten und den Haaren dadurch Schaden zufügen. Um brüchige Haare zu verhindern oder im schlimmsten Fall wieder gesund zu pflegen, gibt es einige Dinge zu beachten.

Die heutige Bedeutung von Haaren

Die Haare gehören zu den wenigen Dingen am menschlichen Körper, die in der heutigen Zeit keine lebensnotwendige Aufgabe mehr haben. Früher hatten sie die Funktion einer Wärmeisolierung und sie boten gleichzeitig Schutz vor einer zu starken Einstrahlung der Sonne. Heutzutage spielen diese Dinge keine Rolle mehr, dafür werden Haare aus ästhetischen Gründen geschätzt und gepflegt. Bei der Partnerwahl beispielsweise gibt ein sehr hoher Prozentsatz der Menschen die Kopfhaare als eines der wichtigsten äußeren Erscheinungsmerkmale an. Dabei sind Haare nichts weiter als lange Hornfäden, die zu rund 90 Prozent aus Keratin bestehen.

Dieses Protein sorgt nicht nur bei Haaren, sondern auch bei der Haut und bei Nägeln für die nötige Spannkraft. Haare gehören zu den sogenannten Hautanhangsgebilden und kommen nur bei Säugetieren vor. Sie gehen aus der Haut hervor und befinden sich fast überall auf dem Körper. Ausnahmen sind lediglich die Fingerinnenseiten, die Fußsohlen, die Handflächen, die Brustwarzen und natürlich auch die Lippen. Auch Schleimhäute sind immer gänzlich unbehaart. Interessant ist, dass es nicht nur unterschiedliche Haarfarben gibt, sondern auch die verschiedensten Dicken. So besitzen manche Menschen sehr dickes Haar, andere wiederum sehr dünnes Haar. Außerdem können Haare ein sehr glattes Erscheinungsbild haben oder aber gelockt sein.

Diese unterschiedlichen Haartypen sind auch der Grund dafür, wieso es keine einheitliche Behandlung für jeden Haartypen geben kann. Haare sind sehr individuell und daher auch so zu behandeln. Dennoch gibt es einige Probleme und dazugehörige Lösungen, wie Haare allgemein am besten behandelt werden sollten und vor allem, welche Dinge man vermeiden sollte. Eines der größte Ärgernisse sind dabei brüchige Haare.

Zink ist für ein gesunde Haarwurzel und Wachstum sehr wichtig!

Problem: Brüchige Haare

Brüchige Haare gehören zu den häufigsten Merkmalen kaputter Haare und sind vor allem bei langhaarigen Menschen ein echtes Problem. Der dynamische Vorgang des Haarwachstums sorgt dafür, dass Haare im Normalfall maximal sechs Jahre überleben können, bevor sie schließlich ausfallen. Haare wachsen monatlich ungefähr einen Zentimeter, wobei dieser Haarwachstum zwischen zwei und sechs Jahre andauern kann. Danach beginnt die Phase des Haarausfalls. In diesen zwei Wochen löst sich das Haar von seiner Haarwurzel, womit es folglich nicht mehr die für das Wachstum nötigen Stoffe erhält. Es kann dann bis zu vier weitere Monate andauern, bis das Haar schließlich ausfällt und ein neues Haar mit der Wachstumsphase beginnt. So kommt es, dass der Mensch im Normalzustand täglich bis zu 100 Haare verliert. Sollten es deutlich mehr Haare sein, kann es sich dabei bereits um Haarausfall handeln. Bevor Haare jedoch ausfallen, ist häufig eine kaputte Haarstruktur zu beobachten.

Beschädigungen an den Haaren sorgen dafür, dass die im Inneren befindliche negative Ladung an die äußere Oberfläche gelangt. Dies führt wie bei Magneten mit gleichen Polen zu einer Abstoßung der Haare. Können Ladungen beobachtet werden, so dass die Haare sich abstoßen und fliegen, so sind dies bereits Anzeichen für brüchige Haare. Das Haar quillt auf und kräuselt sich. Es bricht an den Enden auf und es entstehen dadurch dünnere, filzige Haare, die sich gegenseitig abstoßen und sich dadurch auch viel schneller ineinander verknoten. Beim Kämmen kommt es häufiger zu abgerissenen Haaren, die nicht komplett ausfallen aber am Ende einfach abreissen, da sie bereits zu dünn geworden sind und eine kaputte Erscheinung haben.

Ursachen für brüchige Haare
Starke Hitze ist für Haare nicht von Vorteil / Bild: Pixabay.com/de – PublicDomainPictures

Die Ursachen von brüchigen Haaren

Um das Entstehen von brüchigen Haaren zu verhindern oder beim Auftreten auf Ursachenforschung gehen zu können, müssen die Auslöser natürlich zuerst einmal ausfindig gemacht werden. Meist sind äußere Einflüsse der Grund für die kaputten Haare. Experten unterteilen diese äußeren Einflüsse in chemische, physikalische und mechanische Einwirkungen. Bei den chemischen Ursachen handelt es sich um Haarpflegeprodukte und aggressive Mittel. Dazu zählen beispielsweise Stoffe zum Tönen, Bleichen, Waschen oder Färben der Haare. Die chemischen Substanzen in diesen Mitteln sind nicht gesund für die Haare.

Genauso schaden die phsysikalischen Einwirkungen, zu denen gezählt werden können unter anderem extrem starke Hitzeeinwirkung wie beim Föhnen, durch Glätteeisen und die Sonneneinstrahlung. Da Haare Hornfäden sind, ertragen sie die Hitze nur bedingt und können bei zu stark auftretender Wärme ihre Stabilität verlieren. Bei den mechanischen Einwirkungen handelt es sich um das Verwenden von falschen Bürstensorten, eine falsch angewandte Kämmmethode oder um Gummibänder. Ist keiner dieser äußeren Einflüsse zutreffend, so liegt das Problem vermutlich daran, dass die Bildung des Hornmaterials gestört wird.

Dies kann folgende Ursachen haben:
  • ein durch unzureichende Nährstoffzufuhr von zum Beispiel Eisen, Calcium oder Zink entstandener Vitaminmangel
  • ein geschwächter menschlicher Körper auf Grund von Krankheiten, weshalb die natürliche Nachbildung gehemmt wird
  • ein gestörter Hormonspiegel durch eine Schwangerschaft oder die Wechseljahre
  • genetisch bedingte Ursachen, die in der Familiengeschichte zu suchen sind
Brüchige Haare mit Olivenöl behandeln
Olivenöl kann bei brüchigen Haaren helfen / Bild: Pixabay.com/de – stevepb

Hilfreiche Tipps gegen brüchige Haare

Wurden brüchige Haare festgestellt und die dazu passenden Ursachen gefunden, gilt es diese natürlich künftig zu vermeiden. Wie so oft ist der sinnvollere Weg nicht das Unterdrücken der Symptome sondern das Bekämpfen der Ursachen. Eine gesunde und ausgewogene vitaminreiche Ernährung wirkt Wunder und kann die meisten Fälle von kaputten Haaren bereits in wenigen Monaten lösen. Dennoch ist es von größter Wichtigkeit, dass die Haare gut behandelt werden und auf Hitze und chemische Substanzen verzichtet wird. Besonders das mehrmalige Färben und Tönen schadet den Haaren. Außerdem wird von Experten abgeraten, die Haare täglich zu waschen, da der natürliche Schutzfilm dadurch von den Haaren mit abgewaschen wird. Haarpflegemittel, die auf pflanzlicher Basis entstanden sind, helfen bei der Genesung der Haare. Außerdem gibt es einige alte Hausmittel, die den Haaren gut tun und brüchige Haare vergessen machen sollen.

So wird beispielsweise empfohlen, sich ein bisschen Olivenöl in die Haare zu kneten, welches nach zwei Stunden mit Wasser herausgewaschen werden kann.

Dies funktioniert auch mit Mandelöl. Für die Haare besser geeignet ist Bier nicht als Getränk sondern als Pflegemittel. Die darin enthaltenen wertvollen Stoffe bringen trockenes Haar wieder zum Glänzen. Brüchige Haare sind also lästig, aber können ziemlich einfach verhindert und behandelt werden.

Titelbild: Pixabay.com/de – RyanMcGuire

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