Diätpillen aus Amerika

Gutes Essen gilt als alltäglicher Bestandteil der Lebensqualität. Über einen längeren Zeitraum bewirkt dies jedoch bei zahlreichen Menschen, dass beim Blick auf die Waage das Stimmungsbarometer aufgrund des deutlich gestiegenen Körpergewichts in die andere Richtung ausschlägt. Zu viel Fette und Kalorien können vor allem in Verbindung mit mangelnder Bewegung bedenkliche Störungen des Wohlbefindens und der Gesundheit verursachen. Außerdem leiden Aussehen und Selbstbewusstsein darunter. Wenn du zu denjenigen gehörst, die zeitraubende, schweißtreibende Sportarten ablehnen, hast du vielleicht schon einmal eine Diät durch eine veränderte Ernährung ausprobiert. Dann zählst du vielleicht auch zu dem großen Personenkreis, denen diese Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg brachte.

Aufwendige Rezeptvorschläge, Heißhunger oder einfach der Rückfall zu den Lieblingsgerichten bedeuten vielfach das sichere Ende einer Diät. Verlockend klingen demgegenüber in der Werbung hoch angepriesene Diätpillen, die den bisherigen Ernährungsalltag nicht durcheinanderbringen und ohne großen Aufwand angeblich auch in kürzester Zeit die Pfunde und Kilos purzeln lassen. Allen voran – wie bei vielen anderen Neuentwicklungen auch – machen immer wieder exklusive Diätpillen aus den USA auf sich aufmerksam.

Doch Vorsicht ist geboten: Nicht wenige der dort zugelassenen Diätpillen führen zu teilweise gefährlichen gesundheitlichen Nebenwirkungen.

Nebenbei stellt sich oftmals trotz teurer Preise nicht der gewünschte Erfolg ein. Da dies nur für bestimmte Präparate gilt, ist eine gründliche Recherche zum Eigenschutz von Gesundheit und Geldbeutel angebracht.

Das Zulassungsverfahren bei Diätpillen aus den USA

Eine Zulassung der Diätprodukte, die auf den Markt sollen, fällt in den USA in den Aufgabenbereich der FDA (Food and Drug Administration). Auffällig ist, dass in den letzten Jahren die Hürden beim Zulassungsprozess immer niedriger geworden zu sein scheinen. Anders sind spektakuläre Fehleinschätzungen bei einigen Produktbewertungen der letzten Zeit jedenfalls kaum zu erklären. Kritiker glauben auch bereits, die Ursache dafür ausgemacht zu haben, da die FDA dies selbst in ihren Zulassungsbegründungen grenzwertiger Fälle ausführt. Demnach wird im Jahre 2030 wahrscheinlich ungefähr die Hälfte aller Amerikaner fettleibig sein. Um dem drohenden volkswirtschaftlichen Megaschaden entgegenzuwirken, werden offenbar zunehmend Bedenken vernachlässigt, die einer zusätzlichen Chance zur massenhaften Gewichtsreduzierung entgegenstehen könnten. So sah es auch bei der Bewilligung des Medikaments Belviq mit dem Wirkstoff Lorcaserin aus. Das Mittel soll durch die Anregung der Serotoninproduktion das Hungergefühl dämpfen.

Neben den häufig vorkommenden Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindelgefühl oder Verstopfungen bereiten mögliche Beeinträchtigungen des Herz-Kreislauf-Systems sorgen. Die Bedenken wurden jedoch in den Hintergrund gestellt. Im Jahre 1997 wurde bereits eine Diätpille mit ähnlicher Wirkungsbeschreibung aufgrund eines dadurch verursachten Herzklappenfehlers wieder vom Markt genommen. Vorteilhaft sind daher die Beachtung allgemein nützlicher Hinweise zu Diätpillen und eine gründliche Information zum speziellen Diätprodukt. Zunächst einmal sollten nur Diätpillen aus Amerika, die auch durch das europäische Zulassungsverfahren marktfähig gemacht wurden, Berücksichtigung finden. Darüber hinaus sind viele Kriterien und Hinweise nützlich, um dir ein näheres Bild über die Wirksamkeit und Produktsicherheit zu verschaffen.

Nebenwirkungen bei Diätpillen
Auch bei Diätpillen gibt es immer wieder Nebenwirkungen / Bild: Pixabay.com/de – dertrick

Ratschläge zu Diätpillen aus Amerika

Vor dem Kauf von Diätpillen aus Amerika sollten bezogen auf die Beurteilung der Zuverlässigkeit und Wirksamkeit sowie im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis folgende Fragen und Aspekte Beachtung finden:

  • Falls möglich, Testergebnisse einsehen
  • Rezensionen in Fachzeitschriften, im Internet
  • Werden durch den Wirkstoff der Diätpille nachweislich Stoffwechsel und Fettverbrennung angeregt?
  • Liegen Verbraucherbewertungen vor? Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese auch durch den Hersteller initiiert worden
    sein könnten.
  • Liegen bei der Verbraucherschutzstelle Erkenntnisse vor?
  • Die Werbung mit prominenten Persönlichkeiten muss nicht der Realität entsprechen
  • Bei Bestellungen im Internet ist aufgrund der Kontrollschwierigkeiten besondere Vorsicht geboten
  • Auffallend günstige Preise können einen Hinweis auf mangelnde Qualität darstellen
  • Fehlt ein Beipackzettel oder Hinweis auf der Verpackung zu Inhaltsstoffen, Wirkung und möglichen Nebenwirkungen: Finger
    weg von diesen Angeboten
  • Sind die notwendigen Angaben in deutscher Sprache verfasst?
  • Ist eine eindeutige Herstellerangabe/ein Impressum vorhanden?
  • Sind in der Diätpille Wirkstoffe enthalten, die langfristig zur Abhängigkeit führen können?
  • Einen gewissen Schutz jedenfalls vor gesundheitlichen Gefahren bietet der Einkauf von Diätpillen in einer Apotheke

Wenn im Rahmen dieser Überprüfung Zweifel aufkommen, ist vom Kauf der Diätpille abzuraten. Eine Befragung des Hausarztes oder eines Ernährungsberaters kann im Einzelfall angebracht sein.

Ausgewogene Ernährung statt Diätpillen
Bevorzugen Sie besser eine ausgewogene Ernährung / Bild: Pixabay.com/de – mojzagrebinfo

Mögliche Nebenwirkungen von Diätpillen aus Amerika

Im April 2008 erregte eine Studie der Stiftung Warentest über Schlankheitsprodukte die Aufmerksamkeit. Dabei waren 16 über das Internet vertriebene Schlankheitsmittel getestet worden. Das erschreckende Ergebnis: 13 dieser Produkte wurden als hoch gesundheitsschädlich bewertet. Grund genug, auf die möglichen Gesundheitsgefahren durch die Einnahme von Diätpillen aufmerksam zu machen. Dabei ist eine besondere Vorsicht geboten, wenn die Marktzulassung dieser Pillen wie in den USA nicht zuverlässig genug zu sein scheint. Nach einem Bericht von NTV aus dem Jahre 2015 starb eine junge Engländerin, die anstelle der vorgeschriebenen Dosis einer Diätpille aus den USA gleich mehrere Pillen zu viel eingenommen hatte. Die Pille enthielt hochgiftiges Dinitrophenol (DNP) und die Ärzte im Krankenhaus konnten ihr nicht mehr helfen.

Neben dieser schlimmen Auswirkung durch den Konsum von Diätpillen können folgende Beschwerden auftreten:
  • Kopfschmerzen
  • Magenschmerzen
  • Verdauungsstörungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Unruhe, Schlaflosigkeit
  • Suchtabhängigkeit
  • Stoffwechselstörungen
  • Stimmungsschwankungen

Eine ausgewogene Ernährung und etwas mehr Bewegung sollte bei diesen Risiken Vorrang vor dem Einsatz von Diätpillen aus den USA finden. Vor allem sollte das erhöhte Risiko beim Erwerb von Diätpillen über das Internet bewusst sein.

Titelbild: Pixabay.com/de – mojzagrebinfo

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