Entspannungsbäder: Wohltuend für Geist und Körper

Wir empfehlen Ihnen folgende Enspannungsbäder:

Verschnaufpausen helfen, dem Alltagsstress zu entkommen. Ein wenig Wärme, Zeit für sich alleine, Entspannung und Wohlbefinden reichen Körper und Geist, um neue Kraft zu schöpfen. Das alles bieten richtig angewandte Entspannungsbäder. Und es ist nicht aufwändig: Man nehme ein Stündchen Zeit, den passenden Badezusatz und die wohlverdiente Ruhe – fertig ist der Kurzurlaub für zu Hause!

Berufstätigkeit, Haushalt, Kindererziehung oder die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit bringen Stress mit sich. Das zwischenmenschliche Zusammenleben fordert Kraft, Mut und Vertrauen. Erholungspausen sind wichtig, um die menschliche Psyche zu stabilisieren. Dauerstress hat nämlich nicht nur Folgen für das seelische Wohlbefinden. Neben der Alltagsmüdigkeit sind auch unreine Haut, brüchige Fingernägel, Kopfschmerzen oder ein instabiles Immunsystem Folge der hohen Anforderungen. Eine einfache Möglichkeit, am Abend die Belastungen hinter sich zu lassen, sind wohltuende Entspannungsbäder. Individuell nach Lust, Laune und persönlichem Geschmack zusammengestellt, bieten sie ausreichende Erholung. Ein erquickendes Bad ist nicht nur an kalten Winterabenden Balsam für die Seele. Auch im Frühjahr oder Sommer können Entspannungsbäder erfrischend und belebend sein. Bei richtiger Anwendung entspannen sich Nerven und Muskeln, der Körper schöpft neue Kraft. Innere Ausgeglichenheit und gehobene Stimmung stellen sich ein.

Für die beste Freundin, Mutter oder Nachbarin sind Entspannungsbäder auch eine Freude bereitende, preisgünstige Geschenkidee. Einfach dem selbst gefertigten Badezusatz ein wenig natürliche Lebensmittelfarbe hinzufügen. Als hübsche Geschenkverpackung reicht ein Glas mit einem liebevoll gestalteten Etikett.

Badeöl
Die Auswahl an Badeölen ist immens / Bild: Urheber: voronin76 / 123RF

Stressfrei die richtige Wahl treffen

Beim Kauf von fertigen Badezusätzen sind Kunden meist schon überfordert. Im Fachhandel werden Entspannungsbäder in allen Duftrichtungen, Farben und Konsistenten angeboten. Schaumbäder versprechen Badespaß, Öle sollen Tiefenentspannung bringen, die gefüllte Badekugel hält fruchtige oder blumige Düfte bereit. Doch oft sind künstliche Farb- und Aromastoffe enthalten oder kontraproduktive Konservierungsmittel. Ein selbst hergestelltes Entspannungsbad macht Spaß, ist günstiger und bringt Gewissheit, sich nach eigenen Bedürfnissen und Vorlieben wirklich Gutes zu tun.
Viele der wirkungsvollen Entspannungsbäder werden mit naturreinen, ätherischen Ölen hergestellt. Doch welches Öl zu welcher Zeit?

Nachfolgende Liste gibt einen kurzen Überblick über die wichtigsten ätherischen Öle und deren Wirkung:
  • Fenchel und Anis wirken schleimlösend
  • Lavendel entspannend, angenehmer Duft
  • Vanille beruhigend, ausgleichend, zarte Duftnote, wirkt Frust entgegen
  • Melisse; Muskeln und Nerven beruhigend
  • Jojoba- oder Mandelöl wirkt hautpflegend
  • Zitrusöle stark duftend, belebend, Vorsicht: können hautreizend sein
  • Rosmarinöl wirkt belebend
  • Ylang-Ylang Geborgenheit gebend, löst Blockaden
  • Pfefferminzöl antiviral, antibakteriell (bei Erkältungsgefahr)
  • Fichtenöl antiseptisch, bei Bronchitis oder Reizhusten
  • Kampfer schweißtreibend
  • Jasminöl ausgleichend, stärkend
  • Zedernöl beruhigend, angstlösend, bekämpft nervöse Spannungen
  • Baldrianöl schlaffördernd, entkrampfend
  • Orangenöl aufheiternd, bindegewebsstraffend

Im Handumdrehen zur Lieblingsmischung

Entspannungsbäder lassen sich kinderleicht selbst herstellen. Das Rezept für Badesalz reicht für zwei Vollbäder:

  • 500 Gramm Meersalz
  • 15 Tropfen ätherisches Öl
  • Zwei Esslöffel Glyzerin
  • Lebensmittelfarbe

Zuerst das Öl in ein verschließbares Glas tropfen, dann Meersalz und Glyzerin hinzugeben und bei geschlossenem Deckel gut durchschütteln. Fertig! Für eine individuelle Mischung können verschiedene Öle kombiniert werden. Lebensmittelfarbe dient lediglich der Optik, ist aber nicht notwendig.

Lieber reines Badeöl?

Für fünf Entspannungsbäder reicht dieses Rezept:

  • 100 ml naturreines, kaltgepresstes Olivenöl (zur Pflege)
  • 12,5 ml Mulsifan (sorgt dafür, dass das Öl nicht an der Oberfläche schwimmt)
  • 5 ml Zedernholzöl (entspannt und beruhigt)
  • 5 ml Ylang-Ylang-Öl (gibt Geborgenheit, löst innere Blockaden)

Olivenöl und Mulsifan in einem Mixer verrühren. Anschließend die Öle einträufeln und nochmals kurz mixen bis eine homogene Flüssigkeit entsteht. Jetzt kann das Entspannungsbad abgefüllt werden.

Wer es gerne schäumen lässt, gibt sein selbst hergestelltes Schaumbad zuerst auf den Boden der Wanne und lässt dann das Wasser hinzulaufen. So erhöht sich die Schaumbildung. Zwei Tassen unparfümierte Seife mit 100 ml Wasser, einem Teelöffel Salz (zur Schaumbildung), 5 Tropfen Baldrianöl (schlaffördernd) und 5 Tropfen Bergamotteöl mit einem Rührlöffel vermengen bis eine sämige Flüssigkeit entsteht. Die Mischung reicht für ein Vollbad.

Badeöle
Badeöle versprechen Wellness pur! / Bild: Pixabay.com/de – saponifier

Harmonie mit allen Sinnen erleben

Um Entspannungsbäder zum Wohlfühlerlebnis werden zu lassen, sind einige Regeln zu beachten.

So gelingt das Vollbad richtig:
  • Die Wassertemperatur liegt zwischen 36 und 38 Grad Celsius. Badezusätze kommen bei dieser Temperatur zur vollen Entfaltung. Die Haut trocknet nicht unnötig aus, Muskeln werden entspannt und der Kreislauf wird nicht zusätzlich belastet.
  • Die Raumtemperatur sollte mindestens 25 Grad haben. Die Entspannung hält damit länger an als in einem zu kalten Raum.
  • Eine Badeeinheit dauert nicht länger als 25 Minuten. Ist die Badezeit zu kurz, stellt sich die gewünschte Wirkung nicht ein. Dauert sie hingegen zu lange, wird der Kreislauf belastet.
  • Gedämpftes Licht oder Kerzenlicht in einem angenehmen Ambiente tragen zur Erholung bei.
  • Vorher bereit gelegte Handtücher, ein angewärmter Bademantel oder der Jogginganzug versprechen Gemütlichkeit danach. Wer sich anschließend noch eine halbe Stunde Ruhe auf dem Sofa gönnen kann, spürt die Ausgeglichenheit länger.
  • Leise Musik hilft unangenehme Gedanken zu verbannen.
  • Am besten abends baden, um den Alltagsstress abzuschütteln und anschließend stressige Tätigkeiten vermeiden. Zwischen 20.00 und 22.00 Uhr wird der Körper perfekt auf einen erholsamen Schlaf vorbereitet.
  • Bei trockener Haut gerne auf das Abtrocknen verzichten. Bei fettiger Haut sollten die überschüssigen Öle kurz lauwarm abgeduscht werden.
  • Bei Verwendung von ätherischen Ölen den Kopf über Wasser halten, um eine Reizung der Schleimhäute zu verhindern.
  • Nie mit vollem Magen baden
  • Ein ungestörter Bademoment ohne Telefon ist ratsam
  • Mit einem akuten Infekt oder Kreislauf- und Herzproblemen sollte nicht gebadet werden.

Altbewährte Hausmittel für Schönheit und Wohlbefinden

Buttermilchbad
Baden wie Cleopatra / Bild: Pixabay.com/de – Olichel

Schon Königin Kleopatra galt als eine der schönsten Frauen Ägyptens. Ihr Geheimnis: Sie badete regelmäßig in Eselsmilch und Honig. Diese damals extravaganten Bäder trugen zur Entspannung bei und verhalfen ihr zu einer pfirsichweichen Haut. Instinktiv tat Kleopatra schon 40 Jahre vor Christus das Richtige für eine gesunde Haut.

Heutzutage ist wissenschaftlich nachgewiesen, warum diese Badezusätze ihre wohltuende Wirkung haben und das Kleopatrabad ist eines der beliebtesten Bäder geworden. Milchfett spendet der Haut Feuchtigkeit und beugt einer verfrühten Faltenbildung vor. Honig hat hautstraffende Eigenschaften verbunden mit einem ausgesprochen angenehmen Duft.

Die Zutaten bestehen heutzutage aus Buttermilch (1 Liter) und Bienenhonig (250 g), der durch ein warmes Wasserbad verflüssigt, mit der Buttermilch vermischt wird. Diese Honigmilch wird dem Badewasser zugegeben.

Ebenso eignen sich für ein Vollbad zwei einfache Teebeutel, aus denen ein Sud zubereitet wird. Den Tee zehn Minuten ziehen lassen und dem während dieser Zeit eingelaufenen Badewasser hinzufügen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Eine Mischung aus Lavendel- und Melissetee wirkt besonders entspannend. Fenchel- und Pfefferminztee ist wohltuend bei aufkeimenden Erkältungen.

Doch Achtung: Ein Erkältungsbad nicht bei Fieber oder Bluthochdruck anwenden!

Lavendeltee hellt die Stimmung auf. Ein Becher flüssige Sahne vermischt mit fünf Tropfen eines ätherischen Öles, kombiniert mit einer Teemischung, ergeben ein First-Class-Sahnebad. Gönn dir deine persönlichen Verwöhnmomente!

Titelbild: Urheber: tunedin123 / 123RF

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