Geschwollene Hände – Ursachen und Hilfe

Jeden Tag benutzen wir unsere Hände, sei es nun, um Arbeiten im Büro oder im Haushalt zu erledigen, den Wagen zu putzen oder schwere Lasten zu tragen. Unsere Hände sind ständig im Einsatz und leisten dabei Schwerstarbeit. Beobachte einmal, welche Aufgaben deine Hände über den Tag verteilt erledigen müssen und mit welchen Mitteln diese dabei ständig im Kontakt sind. Unsere Hände kommen den ganzen Tag über mit zum Teil scharfen Hausmitteln, Putzmitteln und Seifen in Berührung. Es ist ein Wunder und nur der robusten Natur unserer Hände zu verdanken, dass diese ihre Dienste stets ohne Probleme verrichten.

Geschwollene Hände: Die Symptome

Viele Menschen haben geschwollene Hände und wissen nicht, woher die Schwellungen herrühren. Die Hände fühlen sich schwer an und wirken aufgebläht, wie als wenn sie sich mit Wasser füllen würden. Wenn es ganz schlimm kommt, dann schmerzen auch noch die Gelenke. Geschwollene Hände können harmlose Ursachen haben, es kann jedoch eine schwere Erkrankung dahinter stecken. Zunächst ist es wichtig, genau zu analysieren, welche Beschwerden genau auftreten. Vornehmlich ist zu beobachten, ob beide Hände geschwollen sind oder nur eine Hand. Dann sollte achtgegeben werden, ob nur die Hände angeschwollen sind oder die Schwellung auch andere Teile des Körpers betrifft. Ein weiterer wichtiger Anhaltspunkt ist die Frage, ob Schmerzen auftreten und wenn ja, dann sollte festgestellt werden, in welchem Bereich diese sich lokalisieren lassen.

geschwollene Hände nach dem Aufstehen
Morgens sind die Schwellungen meist am Größten / Bild: Pixabay.com/de

Ursprünge für geschwollene Hände

Schwellungen, welche sich primär an den Händen zeigen, haben die verschiedensten Ursprünge. Wenn die Schwellungen mit Schmerzen einhergehen und auf bestimmte Bereiche begrenzt sind, kommen Abnutzungserscheinungen der Hand- und Fingergelenke in Betracht. Diese werden auch als Arthrose bezeichnet werden. Auch eine rheumatische Arthritis, welche eine entzündliche Gelenkerkrankung ist, muss in Erwägung gezogen werden. Im Weiteren können Entzündungserscheinungen, die auf einer starken Beanspruchung der Hände zurückzuführen sind wie Sehnenscheidenentzündungen oder Karpaltunnelsyndrom vorliegen.

Bei stark angeschwollenen Händen könnten Flüssigkeitsansammlungen in den Gliedern der Hand ursächlich sein, welche sich auf die gesamte Handfläche und den Handrücken ausbreiten. Blut, Wasser oder Lymphflüssigkeit sammelt sich dann vermehrt in der Hand und den Fingern an. Besonders am Morgen nach dem Aufstehen kommt es dann häufig zu einer gewissen Steifigkeit der Finger wegen starker Schwellungen während der Nacht. Bei der Erforschung der Ursachen muss jedoch immer ausgeschlossen werden, ob diese eventuell von einer bestehenden Krankheit oder einer Schwangerschaft herrühren, da diese Fälle gesondert zu betrachten sind.

Mögliche Ursachen für geschwollene Hände im Überblick

Je nachdem, welcher Auslöser für geschwollene Hände in Betracht kommt, können die unterschiedlichsten Symptome auftreten. Besonders rheumatische Erkrankungen sowie bestimmte Verschleißerscheinungen, die sich in einer Arthrose äußern, sind schmerzhaft und erfassen zunächst die Gelenke der Hände. Wenn Flüssigkeitsansammlungen vorliegen, zeigt sich das zuerst in Schwellungen des Bindegewebes.

Übersicht:

  • Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe
  • Rheuma
  • Arthrose in den Gelenken
  • Infektion mit anschließender Entzündung
  • Erkrankung des Bindegewebes
  • Fibromatosen
  • weitere Entzündungsreaktionen

Geschwollene Hände: Behandlung und Hausmittel

Wichtig ist, bei geschwollenen Händen zunächst einen Arzt aufzusuchen, um abklären zu lassen, ob eine schwere Erkrankung hinter den Schwellungen liegt. Der Arzt kann mittels einer Blutuntersuchung feststellen, ob eine rheumatische Krankheit vorliegt. Je eher diese erkannt wird, umso leichter lassen sich die Symptome lindern. Es gibt eine Reihe von Medikamenten, die bei einer rheumatischen Erkrankung, wenn diese frühzeitig erkannt wird, eine baldige Linderung der Beschwerden herbeiführen.

Sollten die Schwellungen von einer Gicht herrühren, kann die Anpassung von Ernährungsgewohnheiten schnell zu einer Besserung oder zum Abklingen der Symptome führen. Die Diagnose einer Erkrankung durch Gicht oder einer anderen Krankheit, kann jedoch auch wiederum nur ein Arzt stellen, da hierzu weitere Untersuchungen erforderlich sind. Geschwollene Hände wirken zunächst harmlos, doch kann durchaus eine behandelbare schwere Krankheit dahinter stecken. Je eher diese vom Arzt festgestellt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Gegen Wassereinlagerungen kann der Arzt Medikamente verschreiben oder empfehlen.

Lavendel bei geschwollenen Händen
Lavendel und Salbei helfen / Bild: Pixabay.com/de – Cocoprisienne

Diese Hausmittel wirken bei Schwellungen in den Händen lindernd

Es gibt es eine Reihe von geeigneten Hausmitteln, welche dabei helfen, Beschwerden durch Schwellungen zu lindern. Die Flüssigkeit kann leichter abgeleitet werden und die Symptome können zurückgehen.

Überblick über geeignete Hausmittel:

  • Kühlung mittels Kühlkompressoren
  • kühlende Aufgüsse mit Minze oder Salbei
  • Lavendelbad mit Salbei

Lavendelbad mit Salbei richtig anwenden: Heilpflanze gegen Schwellungen

Lavendel hat viele heilende Eigenschaften, denn die Heilpflanze hat eine entspannende und beruhigende Wirkung, was sich gut auf unser Nervensystem auswirkt. Sie wirkt außerdem krampflösende, antibakteriell und schmerzlindernd. Lavendel kann außerdem das Gemüt aufhellen und mit einer besseren Stimmung geht es uns gleich schon viel besser.

Zutaten für die Zubereitung eines Lavendelbades für die Hände:
  •  1/2 Tasse trockene Lavendelblüten
  • 1/2 Tasse gehackte Salbeiblätter
  • ungefähr 500 ml Wasser
  • einige Tropfen ätherisches Lavendelöl

Zubereitung

Die Lavendelblüten, Salbei und das Wasser werden in einem mittleren Topf zum Kochen gebracht. Danach werden die Zutaten etwa 20 Minuten zugedeckt auf kleiner Flamme köcheln gelassen. Sodann kann alles abgeseiht und in ein Gefäß mit einem Deckel gefüllt werden. Nach dem Abkühlen wird alles gut durchgerührt, das ätherische Öl hinzugefügt und wieder umgerührt. Die Flüssigkeit kann nun mittels eines weichen Tuches oder eines Wattebällchens auf die geschwollenen Hände aufgetragen werden. Die Kräuter, welche von dir abgegossen wurden, legst du zusätzlich als Umschlag auf die schmerzenden Bereiche auf. Du solltest sie wie Kompressen leicht andrücken, damit die Flüssigkeit abgegeben werden kann. Fixiere alles gut mit einem weichen Tuch.

Titelbild: Pixabay.com/de – CHENA

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