Hörgeräte Batterien

Hörgerätebatterien: Optimale Energieversorgung für Dein Hörgerät

Hörprobleme sind viel weiterverbreitet als man oft meint. Nicht nur für Senioren ist ein verschlechtertes Hörvermögen ein zunehmendes Problem. Auch die Folgen eines Unfalls oder einer Krankheit machen das Hören und Verstehen schwerer als zuvor. Nicht zu vergessen sind auch angeborene Defizite oder das Leiden infolge gefährlicher Medikamente (Stichwort Contergan). Auf der anderen Seite hat es in den letzten Jahren große Fortschritte in der Technik der Hörhilfen gegeben, die allerdings auch enorme Anforderungen an die Energieversorgung stellen. Zum einen gibt es immer kleinere High-Tech Geräte, die eine besondere Bauweise benötigen. Durch optimierte Steuermöglichkeiten entsteht auch ein erhöhter Energiebedarf. Daher ist es nicht immer einfach, sich in der Vielfalt der Modelle und Hersteller zurechtzufinden.

So setzen moderne Hörgerätebatterien die nötige Energie frei

In der Regel werden für Hörgeräte heutzutage die aufgrund ihrer kleinen Bauweise und ihres Wirkungsprinzips optimalen Knopfzellen eingesetzt. Diese sind in der Regel keine Standardbatterien, die in jedem Bau- oder Elektromarkt erhältlich sind. Denn sie machen sich die Zink-Luft-Technologie zunutze, deren Wirkungsprinzip auf einer chemischen Reaktion zwischen Zink und Luft beruht. Das setzt zum einen vollständigen Schutz der Hörgerätebatterien voraus, da die chemische Reaktion erst im Moment des Einsatzes freigesetzt werden soll. Damit können diese Batterien bei sachgerechter Lagerung sich nicht auf Dauer selbst entladen. Der Schutz wird durch die verschiedenfarbigen Folien gewährleistet, die außerdem das Erkennen der für das eigene Gerät passenden Batterien gewährleisten. Diese geben die erst bei Bedarf produzierte Energie ab. Ein weiterer unschätzbarer Vorteil liegt darin, dass dieser Batterietyp bis kurz vor der endgültigen Entladung die Energie gleichmäßig abgibt, so dass ein Schwächer werden der Funktionsfähigkeit des Hörgerätes vermieden wird. So entfällt das Neujustieren der Lautstärke je nach Frische der Batterie, das in der Vergangenheit nicht nur lästig war, sondern auch bei vielen Nutzern immer wieder zu Verunsicherungen über eine etwaige Verschlechterung der Hörfähigkeit geführt hat.

Die passende Größe und Kapazität der Hörgerätebatterie beachten

Standardmäßig bieten die Hersteller von Hörgerätebatterien diese in vier Größen sowie fünf Kapazitäten an.
  • Typ 675 blau mit einer Größe von 11,56 mm x 5,33 mm und einer Kapazität von 650 mAh
  • Typ 13 orange mit einer Größe von 7,80 mm × 5,35 mm und einer Kapazität von 310 mAh
  • Typ 312 braun mit einer Größe von 7,80 mm × 5,35 mm und einer Kapazität von 180 mAh
  • Typ 10 gelb mit einer Größe von 5,80 mm × 3,55 mm und einer Kapazität von 100 mAh
  • Typ 5 rot mit einer Größe von 5,80 mm × 2,16 mm und einer Kapazität von 35 mAh

Achte unbedingt immer darauf, den passenden Batterietyp zu verwenden. Du erkennst diesen an den Herstellerangaben des Gerätes oder an der Beschriftung der aktuell eingesetzten Batterie. Der Einsatz der falschen Batterie verhindert nicht nur die Funktion Deines Hörgerätes, sondern das empfindliche Gerät kann dadurch auch beschädigt werden. Bei einigen Herstellern spezieller Hörgeräte werden Batterien verbaut, die wegen der angepassten Bauweise nur in genau diese Geräte passen. Das bindet Dich als Nutzer an diesen Hersteller und führt meist auch zu höheren Kosten.

Die Nutzungsdauer hängt von Batterietyp und individueller Nutzung ab

Wird die kleinste Batterie verwendet, hat man auch die geringste Kapazität. Das ist sicherlich auch ein Kriterium für die Auswahl des Hörgerätes. Denn je mehr Features ein modernes Hörgerät bereithält, desto mehr Energie erfordert es auch. Hier gilt es abzuwägen zwischen der Funktionsvielfalt und der Funktionsdauer, weil Du nicht ständig mit dem Austausch der Batterien beschäftigt sein möchtest. In jedem Fall halten die Batterien je nach Intensität der Nutzung und der Höhe des Verbrauchs aufgrund der individuellen Einstellungen zwischen einigen Tagen und mehreren Wochen. Auf jeden Fall ist anzuraten, immer Ersatzbatterien mit sich zu führen, damit Deine Hörfähigkeit jederzeit im Beruf und im Alltag gewährleistet ist.

Wo kauft Du Hörgerätebatterien am günstigsten und sichersten?

Bei aller Vielfalt der Batteriehersteller ist nicht immer eine gleiche Qualität gewährleistet. Auf der sicheren Seite bist Du dabei bei Deinem Hörgeräteakustiker. Der hat allerdings in der Regel auch den höchsten Preis. Ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor! Eine gute Übersicht mit Herstellerbezeichnungen über Hörgeräte Batterien bietet die Seite www.gws-powercell.de. Die Preise der Batterien sind online auch günstiger.

Aufgrund ihrer Funktionsweise benötigen die Hörgerätebatterien etwas Sorgfalt bei der Lagerung. Beschädigte Folien führen zur Entladung und machen die wertvollen Energiequellen funktionsunfähig. Der Schutz vor Nässe und extremen Temperaturen sollte ebenso selbstverständlich sein. Am besten ist es, wenn Du die Hörgerätebatterien in der Originalverpackung in einer Schublade verstaust. So sind sie vor jeder Beschädigung geschützt und liefern ihre Energie genau dann, wenn sie gebraucht wird.

Umweltschutz durch Akku statt Hörgerätebatterie?

Als umweltbewusster Verbraucher fragst Du Dich wahrscheinlich, wie schädlich die Hörgerätebatterien eigentlich sind und ob diese sinnvoller durch Akkus ersetzt werden können. Zum einen sind die Batterien recyclebar, so dass sie in relativ hohem Maße wiederverwertbar sind. Außerdem enthalten sie aufgrund ihrer speziellen Funktionsweise kein gefährliches Quecksilber mehr, wie es früher üblich war.

Aufgrund der immer kleineren Dimensionen der Hörgeräte kommen immer seltener Akkus zum Einsatz. Diese Nickel-Metallhybrid-Akkumulatoren sorgen jeweils nur wenige Tage für die Energieversorgung Deines Hörgerätes. Da sie jedoch auf einer Ladestation innerhalb weniger Stunden aufgeladen sind, kann dies ja über Nacht erledigt werden. Bei Benutzung einer Ladestation entfällt dabei auch der für manche Nutzer etwas filigrane Austausch der Knopfzellen. Es werden allerdings inzwischen verschiedene Hilfsmittel angeboten, die den Tausch der Batterien erheblich erleichtern wie z. B. ein spezieller Magnetstift, der die Batterie ausklinken kann, wenn sie am vorgesehenen Ort angekommen ist.

Bildernachweis:
Titelbild – Urheber: andreypopov / 123RF Standard-Bild

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