Kur fasten – richtig fasten und durchhalten

Pünktlich zum Sommeranfang wollen viele Menschen ihrem Körper mal wieder etwas Gutes tun und gleichzeitig noch ein paar lästige Pfunde los werden. Erreichen möchten die gesundheitsbewussten Menschen diese Ziele mit einer heilsamen Fastenkur. Das Heilfasten hat in unserer und in vielen anderen Kulturen eine lange Tradition und soll für Körper und Geist eine echte Wohltat sein. Aber was bringt Kur fasten dem Körper für Vorteile und wie schafft man es, während der Fastenzeit nicht schwach zu werden?

Was ist Kur fasten eigentlich?

Unter Fasten versteht man den freiwilligen und bewussten Verzicht auf Nahrung, Nikotin und Alkohol für eine begrenzte Zeit. Beim Heilfasten gibt man dem Körper also im Prinzip eine gesunde Auszeit. Wie lange die Fastenkur dauern soll, hängt von den eigenen Zielen und dem persönlichen gesundheitlichen Zustand ab. Üblich ist eine Dauer von fünf bis zehn Tagen Kur fasten, eine längere Fastenzeit könnte allerdings gefährlich für den Körper sein. Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene fasten, die erste Fastenerfahrungen sollte man allerdings am besten nicht alleine machten. Lokale Fastengruppen oder fasten im Rahmen eines Klinikaufenthaltes können eine gute Alternative zum Solo Fasten sein.

Warum ist fasten so gut für den Körper?

Dem Kur fasten werden viele gesundheitliche Vorteile zugeschrieben. So soll das Fasten gut für den Stoffwechsel sein und nach einigen Tagen soll sich auch das allgemeine Wohlbefinden durch die Fastenkur verbessern. Zudem soll das Fasten chronischen Krankheiten vorbeugen und kann dabei helfen, in eine neue Lebensphase zu starten.

Fasten regt den Stoffwechsel an

Grundsätzlich ist es für den Körper anstrengend, ständig Nahrung aufzunehmen und zu verdauen. Daher kann sich eine Pause vom ungesunden Daueressen positiven auf den gesamten Organismus auswirken. Die Bauchspeicheldrüse und andere Organe können regenerieren und der Darm wird von innen heraus gereinigt. Durch das Kur fasten werden stoffwechselverlangsamende Produkte im Körpergewebe abgebaut, wodurch der Stoffwechsel wieder besser arbeiten kann.

Kur fasten
Bessere Stimmung durch Kur fasten / Bild: Pixabay.com/de – Unsplash

Fasten soll stimmungsaufhellend wirken

Medizinische Studien konnten belegen, dass sich die Stimmung bei rund 80 Prozent der fastenden Menschen nach einigen Tagen deutlich gebessert hat. Grund dafür soll sein, dass beim Fasten das Hormon Serotonin freigesetzt wird, das unter anderem für die gute Laune beim Menschen verantwortlich ist. Diese Prozesse setzen allerdings erst nach mehreren Tagen ein.

Kur fasten soll chronischen Krankheiten vorbeugen

Einige Mediziner sind der Ansicht, dass Fasten der Verschlimmerung oder der Entstehung chronischer Krankheiten wie Migräne, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf Erkrankungen vorbeugen kann. Menschen mit solch einer Vorgeschichte sollten allerdings vor ihrer Fastenkur ihren Hausarzt konsultieren.

Mit Fasten in eine neue Lebensphase starten

Kur fasten kann eine gute Gelegenheit sein, auch in anderen Lebensbereichen aufzuräumen. Die symbolische Reinigungswirkung des Fastens kann bewirken, dass man auch nach dem Ende der Fasten Kur eine gesündere Lebensweise beibehalten will.

Kur fasten
2 Brötchen am Tag sind erlaubt / Bild: Pixabay.com/de – Erbs55

Auf welche Weise wird gefastet?

Bei der bekanntesten Fasten Kur wird der Darm zunächst mit Einläufen gereinigt und wird die folgenden fünf bis zehn Tage nur mit flüssiger Nahrung versorgt. Durch Gemüsebrühe, Säfte und Mineralwasser wird sicher gestellt, dass der Körper auch in dieser Zeit mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird. Länger als zehn Tage sollte man allerdings nicht auf feste Nahrung verzichten, außer man befindet sich in einer Klinik.
Daneben gibt es noch andere Kur Fasten Konzepte, bei denen neben Säften und Brühen auch Getreidebrei und gedünstetes Gemüse gegessen werden darf. Auch die Kur fasten Methode, bei der man nur Tee und Wasser trinken darf und pro Tag ein bis zwei Brötchen mit Joghurt oder Milch zu sich nimmt, ist bei vielen Fastenwilligen sehr beliebt.

Was hilft dabei, das Fasten durchzuhalten?

Um über mehrere Tage auf sein gewohntes Essen und die kleinen Naschereien zu verzichten, die einem den Alltag versüßen, braucht es schon einen starken Willen. Doch es gibt ein paar Tricks, mit denen man die entbehrungsreiche Fastenzeit einfacher durchsteht.

1. Sich das Ziel immer wieder vor Augen führen
Wer sich beständig den Sinn seines Vorhabens vor Augen führt, dem fällt das Durchhalten leichter. Man fastet, um dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun, zu innerer Einkehr zu finden oder aus religiösen Gründen. Man sollte sich aktiv für den Verzicht entscheiden und während dem Kur fasten nicht ständig denken, dass man nichts essen darf.

2. Sich die Erfolge beständig vor Augen führen
Wer bereits ein oder zwei Tage des Kur fasten bewältigt hat, sollte sich diese kleinen Erfolge immer wieder in Erinnerung rufen, wenn er droht schwach zu werden. Sich selbst fertig zu machen, bringt gar nicht.

3. Ablenkung suchen
Erfahrungsgemäß fällt es vielen Fastenden besonders schwer, sich von den Versuchungen des Alltags abzulenken. Beim Kur fasten bieten sich also Ablenkungen wie Freunde treffen, ins Kino gehen oder leichten Sport trieben, besonders an.

4. Routinen entwickeln
Wer sich routiniert jeden Tag an feste Abläufe hält, dem fällt es nach einiger Zeit etwas leichter, sich an die Flüssignahrung zu gewöhnen. Die ersten zwei Tage ist die Umstellung auf reduzierte und hauptsächlich flüssige Kost zwar noch sehr schwer, aber nach einigen Tagen hat man die neue Routine fest in den Alltag integriert.

Titelbild: Pixabay.com/de – Romi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.