LASEK: Augen lasern – Risiken, Ablauf und Kosten

Spätestens ab dem 40. Lebensjahr erleben eine Vielzahl der Menschen eine Einschränkung der Sehkraft. Dieser Umstand kann einem den letzten Nerv rauben. Was früher noch einwandfrei funktionierte, wird nun immer schlechter. Kleingedrucktes auf einer Verpackung, SMS Nachrichten und ähnliches sind für viele kaum noch zu entziffern und die betroffenen wünschen sich nur eines: Abhilfe! Augenkorrekturen vom Mediziner sind schon lange ein beliebter Weg, dass Problem aus der Welt zu schaffen. Aber welche Risiken birgt die Behandlung?

Nachlassende Sehkraft – Ein Volksleiden?

Laut den Alterswissenschaften fängt der Alterungsprozess ab dem 40. Lebensjahr an. Neben typischen Beschwerden wie Rücken und Co., leiden viele Menschen unter einer schlechteren Sehkraft. Zellalterung betrifft alle Zellkörper im Organismus. Auch die Sehzellen gehören hierzu und verlieren im Alter an Kraft und Stabilität. Die Folge ist ein nicht zufriedenstellendes Seherlebnis. Die refraktive Chirurgie soll das Problem zügig beheben und zu mehr Lebensqualität verhelfen. Unter diesem Begriff versteht man operative Maßnahmen an den Augen, welche die Sehstärke verbessern oder ein Leben ohne Sehhilfen möglich machen.

Verschiedene Möglichkeiten stehen bereits zur Verfügung, von denen je nach individuellem Fall die eine oder andere in Frage kommt. Die Methoden unterscheiden sich hinsichtlich Risiken, Nebenwirkungen, Dauerhaftigkeit etc. Welche Möglichkeit im persönlichen Fall gut geeignet ist, sollten leidtragende mit dem Augenarzt des Vertrauens besprechen. Der Eingriff wird grundsätzlich nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und muss im Regelfall selbst finanziert werden.

Die Kosten für eine Augenkorrektur belaufen sich (pro Auge) zwischen 750 und 2000 Euro, weshalb die Operation definitiv auf Notwendigkeit und Nutzen geprüft werden sollte.

Fakt ist, betroffene Personen leiden oftmals sehr unter der Fehlsichtigkeit. Ziel aller operativen Vorgänge ist daher, die Gesamtbrechkraft des optischen Auges wieder richtig anzupassen. Die Umwelt soll wieder scharf auf der Netzhaut abgebildet werden. Bekannte Laserverfahren wie Lasik oder PRK können die Brechkraft der Hornhaut positiv verändern. Selbst die Implantation einer weiteren Linse bzw. deren Ersatz ist heutzutage bereits möglich, wobei dies nicht zur refraktiven Chirurgie zählt.

Augenarzt bei LASEK fragen
Informieren Sie sich vorab auch bei Ihrem Augenarzt / Bild: Pixabay.com/de – skeeze

Laser und Co – Methoden zur Verbesserung

Zu gängigen Methoden gehört die PRK & LASIK Variante. PRK steht für Photorefraktive Keratektomie und gilt als mögliches Verfahren. Die am häufigsten angewendete ist LASIK, dies steht für „Laser In Situ Keratomileusis„. Kurzsichtigkeiten bis zu -10,0 Dioptrin können korrigiert werden. Hierzu wird das Auge perfekt ausgemessen, um einen exakten Abtrag zu garantieren. Das Auge wird mittels Tropfen betäubt und die Patienten spüren somit nichts. Mit einem Operationsmesser wird in die oberste Schicht der Hornhaut eingeschnitten, um diese seitlich wegzuklappen. Nun trägt der Laser die bemessene Schicht ab und am Ende wird die obere Schicht wieder zurück geklappt. In nur zehn Minuten ist ein Auge behandelt, was den Eingriff für viele so attraktiv macht.

Geeignet ist LASIX für:
  • Kurzsichtigkeit bis -8,0 dpt
  • Weitsichtigkeit bis +3,0 dpt
  • Stabsichtigkeit bis 5 dpt

Allgemein gilt die Methode als sicher, schnell und zuverlässig. Erfolge werden im wahrsten Sinne des Wortes zügig sichtbar!

Risiken bei der Lasermethode

Alle operativen Eingriffe bergen ein gewisses Potenzial für Risiken und unerwünschte Begleiterscheinungen. Die gängigen Eingriffe mit Hilfe von Laserstrahlen gelten aber als sehr zuverlässig und risikoarm. Eine sorgfältige Vorabuntersuchung und Beratungsgespräche minimieren Probleme bereits im Vorfeld. Auf die Seriosität der Klinik sollte grundsätzlich geachtet werden. Der Faktor Hygiene ist in jeder Praxis Priorität Nummer Eins und sollte in die persönliche Bewertung des Umfelds miteinbezogen werden. Zu den Risiken bei der Operation selbst, zählt eine fehlerhafte Korrektur. Kommt es zu einer Über- oder Unterkorrektur am Auge, können weitere Behandlungen notwendig werden. Nach der Operation kann es in einigen Fällen auch zu einem erhöhten Blendungsgefühl kommen. Im Dunkeln wird die Blendung durch Lichter als sehr viel unangenehmer empfunden und führt im schlimmen Fall zur Fahruntauglichkeit bei Nacht.

Weitere mögliche Komplikationen:
  • Verschiebung des Hornhautdeckelchen bei der Lasik Variante
  • Gereiztes Auge und hierdurch mögliche Entzündungen
  • Eingewachsenes Hornhautepithel
  • Infektion mit Narbenbildung auf der Hornhaut

Aufgezählte unerwünschte Ereignisse treten wohlgemerkt nur selten bis sehr selten auf, sollten aber dennoch beachtet werden. Am Ende der Augenlaseroperation wird eine Kontaktlinse zum Schutz aufgelegt, die sich theoretisch infizieren kann. Daher ist die tägliche Nachsorge so wichtig und unerlässlich. In den meisten Fällen kann diese Linse bereits am nächsten Tag entfernt werden, was die Problematik dann relativiert. Augentropfen, die Kortison enthalten, beugen Entzündungen vor und können die erste Zeit prophylaktisch eingesetzt werden.

Laser OP für Augen
Brille Ade dank Lasertechnologie / Bild: Pixabay.com/de – klara1

Erfahrungen von Patienten

Es ist für viele beruhigend, jemanden zu kennen, der die Erfahrung bereits teilen kann. Die Erfahrungen werden in der Regel in unterschiedlichen Kliniken erlebt und können daher voneinander abweichen. Während der Operation fühlen sich die Patienten überwiegend sehr gut betreut und informiert. Das assistierende Personal ist sich den Ängsten der Patienten bewusst und versucht die Zeit so angenehm wie möglich für denjenigen zu gestalten. Händchen halten, ein Lächeln und beruhigende Worte gehören normalerweise dazu und diese Menschlichkeit wird sehr dankbar angenommen. Zu den persönlichen Feststellungen zählen eine bleibende Lichtüberempfindlichkeit und eine nachlassende Sehkraft nach langer Bildschirmarbeit und ähnliches. Tränende Augen werden meist zu Anfang, also kurz nach der OP berichtet. Dies kann aber genauso schnell zum trockenen Auge werden. Die Möglichkeiten der Nebenwirkungen sind vielfältig, wobei bei einigen auch alles nach Plan verläuft und nicht über Probleme geklagt wird. Viele betroffene erzählen von Problemen, welche bereits nach einigen Wochen wieder verschwunden sind.

Fazit zur Lasertechnologie

Das Geschäft mit Augenkorrekturen via Laser boomt bereits seit Jahren. Kritiker bezeichnen die Laserlösungen als Lifestyle Operationen, die oft nicht notwendig wären. Jährlich werden mehr als 100.000 Patienten gelasert. Der Verband der Spezialkliniken Deutschlands für Augenlaser und Refraktive Chirurgie e.V. erwartet sogar eine jährliche Steigerung von sieben Prozent. Auch Fachleute der Augenheilkunde raten dazu, die Methoden nicht zu überschätzen. Ein Eingriff kann erfolgreich sein und dennoch benötigt der Patient im steigenden Alter eine Sehhilfe. Wiederholende Laser-Op´s sollten unter Umständen eingeplant werden, um den positiven Effekt zu halten. Dank der modernen Technologien, liegt die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs bei neunzig Prozent. Eine Abweichung von 0,5 Dioptrin miteinbezogen. Viele unerwünschte Wirkungen wie starkes Blendgefühl, Fremdkörpergefühl und das berühmte trockene Auge verschwinden zumeist nach einigen Monaten. Eine ausführliche Abwägung von Nutzen und Risiken ist für interessierte wichtig, um die individuell richtige Entscheidung zu treffen.

Titelbild: Pixabay.com/de

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