Nierenschmerzen – mit Hausmitteln helfen und lindern

Nierenschmerzen werden oftmals mit Rückenschmerzen verwechselt, sie unterscheiden sich jedoch deutlich davon. Während der Betroffene bei Schmerzen des Rückens in seiner Bewegung beeinträchtigt ist und häufig eine gebeugte Haltung

Trinken bei Nierenproblemen
Egal ob Wasser oder Tee – Trinken Sie ausreichend! / Bild: Pixabay.com/de – PublicDomainPictures

einnimmt, ist dies bei Nierenbeschwerden meist nicht der Fall. Diese treten meist im Nierenbecken auf und machen sich, je nach betroffener Niere, links, rechts oder beidseitig bemerkbar. Löst ein leichter Schlag der Handkante, einige Zentimeter über den Beckenkamm angesetzt, Schmerzen aus oder verstärkt sie, ist dies ein Hinweis auf ein Nierenproblem.

Weitere Merkmale sind Brennen beim Wasser lassen, Fieber, Harndrang sowie bei schweren Fällen Blut im Urin. Vor allem Schwangere leiden unter Nierenschmerzen, wenn der Urin sich durch den Druck des Ungeborenen auf die Harnwege im Nierenbeckensystem anstaut. Absolute Sicherheit gibt eine Urinuntersuchung, wer weiß, dass es sich um Nierenschmerzen handelt, kann schon bei den ersten Anzeichen für Linderung sorgen.

Die Ursachen

Die Ursachen einer Nierenerkrankung sind unterschiedlicher Natur.

Hierzu gehört:

  • zu viel Alkohol
  • zu wenig Flüssigkeitsaufnahme
  • Niereninfektion
  • Diabetes
  • Erkältung
  • Schwangerschaft
  • Nierenbeckenentzündung
  • zystische Erkrankungen der Niere
  • Entzündungen der Niere
  • Nierengrieß- und -Steine
  • Nierenkoliken
  • Nierenkrebs

Nierensteine entstehen, wenn zu viel Phosphat, Harnsäure, Kalzium oder Cystin im Harn ist, dann sollte auf Getränke wie Alkohol, schwarzen Tee oder Kaffee verzichtet werden. Medikamente können ebenfalls zu Nierenschmerzen führen.

Ausreichend Trinken ist in jedem Fall das oberste Gebot.

Die Anwendungsmöglichkeiten der Hausmittel

Je nach dem, wie stark die Schmerzen sind, kann schon bei ersten Symptomen mit Hausmitteln entgegen gewirkt werden.

Die natürlichen Mittelchen eignen sich für unterschiedliche Anwendungen:
  • zum Einreiben
  • als Getränk
  • für Kompressen
  • als Wickel
  • zur warmen oder kalten Anwendung
  • zum Einreiben oder Auftragen
  • als Badezusatz

Vorteile der Hausapotheke:

  • geringe Kosten
  • bequeme Zubereitung
  • ständige Verfügbarkeit
  • naturbelassen
  • sanfte Wirkung
  • unangenehme Begleiterscheinungen
  • einfache Anwendung

Nierenschmerzen mit Hausmitteln lindern

Wer sicher ist, dass es sich bei den Schmerzen um Beschwerden der Nieren handelt, sollte möglichst schnell reagieren. Nicht immer werden chemische Mittel oder Präparate benötigt. Teilweise bewirken Hausmittel eine gute Linderung der Symptome.

Dabei helfen verschiedene Anwendungen bzw. natürliche Mittel und Kräuter wie z.B.:
  • warm halten durch Schal oder Wolltuch
  • Heublumensäckchen
  • Leinsamen
  • Tees
  • Wassermelonensamen
  • Zitronensaft
  • Petersilie
  • Brennnessel

Wärme ist ein gutes Mittel gegen Nierenschmerzen

In erster Linie solltest du deinen Nierenbereich warm halten. Am besten geht das mit einem Schal oder Wolltuch. Wer eine intensivere Wirkung möchte, kann ein Körnerkissen erwärmen und es zusätzlich unter den Schal oder das Tuch legen. Ein Heublumensäckchen zwischen Körper und Hissen wirkt ebenfalls gut. Durch die ätherischen Öle kommt es zu einer Entkrampfung der Nieren.

Leinsamen und Samen von Wassermelonen

Eine andere wirksame Methode ist, Leinsamen in Wasser zu erwärmen. Dieser wird auf ein Tuch aufgebraucht und auf die Haut gelegt. Die zusätzliche Abdeckung mit einem Tuch hält die Wärme längere Zeit und erzielt einen größeren Effekt. Hilfreich sind auch Wassermelonensamen, welche entschlackend wirken. Dafür werden 2 TL Samen von der Wassermelone auf eine Tasse Wasser (heiß) gegeben. Nach 10 Minuten ist das Getränk fertig, kann abgeseiht und getrunken werden.

Wir empfehlen Ihnen folgende Leinsamen:

Gesunder Tee

In der Hausmittelapotheke ganz vorne liegen bei Nierenschmerzen auch Tees. Blasen- und Nierentee-, Löwenzahn- oder Wacholderblätter-Tee sind hier zu bevorzugen. Sie sorgen für eine Spülung der Harnleiter und sorgen teilweise auch dafür, dass die Bakterien aus geschwemmt werden. Der Tee sollte den ganzen Tag über getrunken werden, empfehlenswert sind mindestens drei Tassen täglich. Für dem Löwenzahntee nimmst du 2 TL getrocknete Blätter und gießt sie mit 1 Tasse heißem Wasser auf. 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und trinken.

Zitrone bei Nierenschmerzen
Zitronensaft hilft bei leichten Schmerzen / Bild: Pixabay.com/de – DorianKrauss

Zitrone löst Nierensteine auf, Kräuter lindern und entspannen

Ausgepresste, frische Zitronen helfen bei leichten Schmerzen, welche durch Nierensteine verursacht werden. Sie helfen, die Steine aufzulösen. Setzen Schmerzen ein, am besten gleich ein Glas Zitronensaft trinken, bei anhaltendem Schmerz den Saft drei Mal täglich trinken.

Ein Bund gehackte Petersilie wird 10 Minuten in 1 Liter Wasser gekocht. Abkühlen lassen und die Mischung über den Tag verteilt trinken.

Das Kraut wirkt harntreibend, lindert die Nierenschmerzen und hemmt Entzündungen. Eibischwurzel hilft gen Schmerzen bei einer Nierenbeckenentzündung. Dazu den Eibisch mit heißem Wasser einige Stunden ziehen lassen, der Geschmack kann mit Honig verbessert werden. Ein gut wirksames Heilmittel ist Salbei, er entkrampft und wirkt entspannend. Hier ist ebenfalls ein Tee aus heißem Wasser und Salbeiblättern empfehlenswert.

Baden bei Nierenschmerzen
Warme Bäder verschaffen Abhilfe / Bild: Pixabay.com/de – quinntheislander

Warme Bäder und Wickel gegen Nierenschmerzen

Wie schon erwähnt, ist Wärme immer hilfreich bei auftretenden Beschwerden im Nierenbereich. Ein warmes Bad sorgt für die Entspannung des Körpers und lindert schnell die Schmerzen im unteren Rücken. Vollbäder oder das Baden der Füße in Lavendel-, Rosmarin- oder Eukalyptusbädern fördern die Durchblutung. Warme Wickel aus Kohl, Kamillewickel, ein warmes Senfpflaster direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen oder Moorkissen eignen sich hervorragend für eine Selbsttherapie. Ein warmes Moorkissen, das auf 55 Grad erhitzt wird, kann ebenfalls für Schmerzlinderung sorgen.

Gesunde Ernährung

Ganz wichtig ist eine gesunde Ernährung, dazu gehören frisches Gemüse und Obst, Joghurt . Die Trinkmenge am Tag sollte mindestens zwei Liter betragen. Nimm möglichst salzarme Kost zu dir, Stress sollte vermieden werden. Hilfreich sind ausreichender Schlaf und Bewegung an der frischen Luft.

Titelbild: Urheber: endomedion / 123RF

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