Schädel-Hirn-Trauma

Schädel-Hirn-Trauma: Druckentlastende Operation beugt traumatischen Folgen vor

Beim Verdacht auf ein Schädel-Hirn-Trauma sind die ersten Minuten nach einem Unfall oder der enormen Belastung auf den Kopf entscheidend. Ist der Kopf einer starken äußeren Beeinflussung ausgesetzt, ist eine derartige Verletzung nicht ausgeschlossen. Das gefährliche an einem Schädel-Hirn-Trauma ist die Tatsache, dass es von unerfahrenen Ersthelfern nicht auf den ersten Blick erkannt wird. Es gibt praktisch keinerlei äußere Anzeichen, die als Signal dienen und eine entsprechende Behandlung in die Wege leiten lassen. Allein in Deutschland erleiden rund 250.000 Menschen jährlich ein Schädel-Hirn-Trauma, das beispielsweise durch einen Sturz auf den Kopf oder durch einen Unfall begünstigt wird.

Schädel-Hirn-Trauma tritt in verschiedenen Schweregraden auf

Die leichteste aber dennoch nicht zu unterschätzende Form eines derartigen Traumas ist die Gehirnerschütterung. Jeder Mensch hat in seinem Leben wohl bereits einmal eine Gehirnerschütterung gehabt und kennt die Symptome, die sich in Kopfschmerzen und Übelkeit sowie Schwindelgefühlen äußern. Bei einer Gehirnerschütterung muss nicht operiert werden, doch ein Besuch beim Arzt ist dennoch angeraten. Schädel-Hirn-Traumata treten mit unterschiedlichen Symptomen auf. Dabei hängen die Symptome maßgeblich mit dem Schweregrad zusammen und sind immer, auch wenn Sie keine Hirnverletzung vermuten, ernst zu nehmen.

Vor allem nach Schlägen auf den Kopf oder nach einem Unfall, einem heftigen Stoß an einem harten Gegenstand oder einer anderweitigen äußeren Beeinflussung auf den Kopf sollten Sie hellhörig werden, wenn Sie oder ein Mensch in Ihrem Umfeld über:

  • Kopfschmerzen
  • Taumel und Schwindel
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Sehstörungen
  • Desorientierung
  • oder Amnesie klagen.

Weiter typische und eine schnelle Reaktion erzeugende Merkmale sind Bewusstlosigkeit oder ein Koma. Als Ersthelfer leisten Sie den entscheidenden Beitrag, der über die Gesundheit des Betroffenen und über die Beeinflussung des Traumas in Bezug auf neurologische Folgeschäden entscheidet.

Kopfschmerzen oder leichter Schwindel treten bei einer Gehirnerschütterung auf. Hier kann es optional zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Neurologische Folgen sind bei einem leichten Schädel-Hirn-Trauma wie der Gehirnerschütterung nicht zu befürchten.

Bei einem leichten Trauma kann es bis zu einer 15-minütigen Bewusstlosigkeit kommen. Ein Anruf beim Notarzt ist notwendig. Eine Operation oder neurologische Folgen sind in der Regel ausgeschlossen.

Ein mittelschweres Schädel-Hirn-Trauma geht mit einer Bewusstlosigkeit von bis zu einer Stunde einher. Medizinische Hilfe ist notwendig, eine OP und Spätfolgen sind nicht zwingend nötig. Hierüber entscheidet der Arzt, der die Verletzung anhand einer vorhandenen oder ausbleibenden Hirnschwellung einordnen kann.

Bei einem schweren Schädel-Hirn-Trauma sind neurologische Folgen anzunehmen. Eine sofortige Operation entlastet den Hirndruck und ist bei Schweregerad drei von zwingender Notwendigkeit.

Operation bei Schädel-Hirn-Trauma rettet Leben

Wenn der gerufene oder in der Notaufnahme behandelnde Arzt ein mittleres bis schweres Schädel-Hirn-Trauma diagnostiziert, wird über eine notwendige OP entschieden. Ist der Weg bis ins nächste Krankenhaus sehr weit und nur die erste Hilfe am Unfallort kann neurologische beeinträchtigen ausschließen oder lindern, bietet dieses Notfallset OSTEOSYNTHESE-SYSTEM eine innovative und präzise Lösung. Bei standardisierten Eingriffen rettet das Set als vollständige Ausrüstung für eine Hirn-OP zur Druckentlastung Leben und sollte sich in jedem Notfallkoffer von Unfallärzten befinden. Je schneller der Druck versorgt und verringert wird, umso höher sind die Chancen auf ein normales und einschränkungsfreies Leben nach der Heilung des Hirns.

Bei Schädelverletzungen ist es immer nötig, einen Arzt zu konsultieren und nicht lange damit zu warten. Auch wenn sich ein vermeintliches Schädel-Hirn-Trauma letztendlich „nur“ als Gehirnerschütterung herausstellt, war die Konsultation eines Arztes wichtig. Denn niemand kann auf den ersten Blick erkennen, ob Sie sich den Schädel geprellt oder das Gehirn gequetscht haben, unter einer Schädelbasisfraktur leiden oder durch innere Blutungen lebensgefährlich verletzt sind. Selbst die leichtesten auf ein Schädel-Hirn-Trauma hinweisenden Symptome sollten ernst und als Anlass zum Anruf beim Notfalldienst genommen werden.

Oftmals kann nur eine umgehende Operation das Leben retten und vermeiden, dass Patienten aus dem Koma nicht mehr aufwachen oder durch neurologische Schäden dauerhaft mit einer Behinderung leben müssen.

Das richtige Vorgehen bei der Vermutung eines Schädel-Hirn-Traumas

Jede Kopfverletzung ist eine ernstzunehmende Beeinträchtigung. Während Sie bei blutenden Wunden im Schädelbereich nicht lange überlegen und den Notarzt rufen, ist die Reaktion bei nicht sichtbaren Merkmalen häufig verspätet. Dabei sind es gerade die Verletzungen, die nicht sichtbar sind, die auf ein Schädel-Hirn-Trauma hinweisen und in vielen Fällen eine lebensrettende Operation nach sich ziehen. Am Unfallort sollten Sie rekonstruieren, in wie weit der Kopf betroffen und traumatisiert worden ist. Auch wenn Ihr Gegenüber keine sichtbaren Anzeichen eines Traumas zeigt, sollten Sie handeln und sich nicht als Mediziner versuchen. Denn auch bei schwereren Schädel-Hirn-Traumas kann es sein, dass die Symptome verspätet auftreten und anfänglich durch den Schock blockiert werden. Leidet ein Betroffener beispielsweise unter einer Hirnblutung, könnte er Minuten oder gar Stunden nach dem Unfall ins Koma fallen. Wenn Sie die Symptome wie Übelkeit und Erbrechen oder Kopfschmerzen und Schwindel ernst nehmen, retten Sie Leben und handeln in jedem Fall richtig.

Welche Heilungschancen bestehen durch eine Schädel-Hirn-Trauma Operation?

Der operative Eingriff dient in erster Linie der Druckentlastung des Gehirns. Schwillt das Hirn an, ist eine OP auch bei unverletztem Schädelknochen notwendig. Die Öffnung des Kopfes ist eine zwingende Notwendigkeit und bedarf einer hohen Präzision und langjährigen Erfahrung des Operateurs. Auch wenn das Schädel-Hirn-Trauma eine ernsthafte und auch mit dem Tod einhergehende Verletzung ist, sind die Heilungschancen bei frühzeitiger Behandlung hoch. Sie müssen wissen, dass der Zeitraum zwischen der Hirnschädigung und der OP eine entscheidende Rolle in den Überlebenschancen des Patienten spielt.

Verdacht auf Schädel-Hirn-Trauma?

Reagieren Sie lieber zu schnell als zu langsam. Wenn sich ein vermutetes Schädel-Hirn-Trauma als Gehirnerschütterung erweist, haben Sie mit der Benachrichtigung des Notarztes keinen Fehler gemacht und lebenswichtige Hilfe geleistet.

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