Schmerzende Brustwarzen – Ursachen und Behandlung

Schmerzende Brustwarzen können verschiedene Ursachen haben. In den meisten Fällen sind die Beschwerden harmlos und klingen von selbst wieder ab. Bei Frauen gehören Brustschmerzen zu den häufigen und oft wiederkehrenden Schmerzen.

Wenn die Brust schmerzt

Frauen klagen nicht selten über Schmerzen in der Brust. Häufig betrifft der Schmerz den ganzen Busen, wobei ein Spannungsgefühl entsteht. Aber auch abgrenzende Schmerzen sind keine Seltenheit. Schmerzen an den Brustwarzen gehören bei heranwachsenden Mädchen und Frauen zu den häufigsten Beschwerden. Oft sind diese eng mit dem Zyklus verbunden und klingen von ganz alleine wieder ab. Neben den körperlichen Ursachen, wie zum Beispiel der Menstruation, können aber auch andere Ursachen als Auslöser für Brustwarzenschmerzen infrage kommen.

Dazu gehören unter anderem:
  • zu enge Oberbekleidung
  • zu kleine BHs
  • dicke Nähte an der betreffenden Stelle
  • scheuernde Bekleidung

Natürlich können auch falsche Hygiene- und Pflegeprodukte die Brustwarzen so stark reizen, dass diese schließlich weh tun.

Die Tage vor den Tagen – Schmerzende Brustwarzen und PMS

Kurz vor Beginn der Periode klagen viele Frauen über psychische und körperliche Beschwerden. Man fühlt sich müde und abgeschlagen, ist leicht reizbar und neigt zu Schmerzen. Oft kündigt sich die Monatsblutung aber nicht nur durch die eben genannten Symptome an, sondern auch durch Schmerzen in der Brust. Hierbei sind häufig nur die Brustwarzen betroffen. Das Schmerzempfinden ist dabei immer wieder anders. Es reicht von jucken über brennen, bis hin zum stechenden Schmerz in der Brustwarze. Oft kann diese auch geschwollen sein und reagiert besonders empfindlich auf Berührungen.

Ausgelöst durch die Monatsblutung, klingen die Schmerzen in den Brustwarzen meist schon dann wieder ab, wenn die Periode einsetzt. Davon können auch junge Frauen betroffen sein, deren Zyklus gerade erst begonnen hat. Ebenso wie Bauchschmerzen und Rückenschmerzen als Begleiterscheinung der Periode, sind also auch Schmerzen in den Brustwarzen keine Seltenheit.

Schmerzende Brüste durch falschen BH
Achten Sie bei einem BH auf die richtige Größe / Bild: Pixabay.com/de – Foundry

Zu enge Kleidung als Auslöser für Brustwarzenschmerzen

Neben körperlichen Ursachen können auch äußere Einflüsse schuld daran sein, wenn die Brustwarzen plötzlich wehtun. Ohne es direkt zu merken, können die falschen Textilien diese Körperpartien so sehr reizen, dass es schließlich zu Schmerzen kommt. Nicht nur die Brustwarze, sondern auch der sogenannte Warzenvorhof kann sehr empfindlich reagieren. An diesen Stellen laufen besonders viele Nervenenden zusammen und oft reicht schon das Tragen von zu engen Kleidungsstücken aus, um Schmerzen an den Brustwarzen zu verursachen.

Selbst Kleidung, die man monatelang ohne Probleme getragen hat, kann solche Schmerzen auslösen. Im Laufe der Zeit ändern die Oberteile durch häufiges Waschen ihre Struktur – es kommt zur Reizung und schließlich zum Brustwarzenschmerz. Natürlich können auch Stoffe, die in den Textilien enthalten sind, für Reizungen sorgen. Rückstände von einem Färbemittel sind nicht selten einer der Auslöser. Daher sollte man neue Kleidung nie ungewaschen tragen, sondern nach dem Kaufen sofort in die Waschmaschine geben.

Das Gleiche gilt auch für BHs. Sind diese zu klein gewählt, engen sie die Brust ein. Dadurch wird die Brustwarze ständig an die Brust herangedrückt. In der Regel entsteht hier erst ein leichter Juckreiz, der anschließend von einem unangenehmen Gefühl und dann vom Schmerz abgelöst wird. Auch Büstenheben mit vielen Ziernähten oder Spitzenbesatz können die Ursache von schmerzhaften Brustwarzen sein. Die extrem empfindliche Haut der Brustwarzen kommt jeden Tag mehrere Stunden mit diesem Stoff in Berührung und wird bei jeder Bewegung gereizt. Oft zeigen sich dann sogar Schwellungen oder wunde Stellen an der Warze oder dem Warzenvorhof.

Brustschmerzen nach dem Stillen
Stillende Mütter kennen schmerzende Brustwarzen / Bild: Pixabay.com/de – OmerMedinafilms

Hormonbedingte Schmerzen an den Brustwarzen

Neben Brustwarzenschmerzen während der Menstruation kann es auch zu ähnlichen hormonell bedingten Schmerzen an den Brustwarzen kommen. Sehr oft klagen werdende Mütter über schmerzende Brüste und schmerzhafte Brustwarzen. Der Grund dafür liegt auf der Hand, denn erst während der Schwangerschaft bilden sich die Brustdrüsen vollkommen aus.

Erst mit vollständig ausgebildeten Drüsen kann die Mutter ihr Kind später auch stillen. Während der Schwangerschaft ist es nicht selten, dass der ganze Busen wehtut, größer wird und sich prall oder zu straff anfühlt.

Frauen, die bereits entbunden haben und ihr Kind stillen, kennen schmerzende Brustwarzen ebenfalls. Die Brustwarze wird extrem beansprucht – saugen, nuckeln und kauen – strapazieren sie enorm. Es kommt neben Schmerzen an den Brustwarzen auch häufig zu Entzündungen und feinen Rissen in der Haut. Leiden die Frauen dann eventuell noch unter einem Milchstau, breiten sich die Schmerzen schnell auf die ganze Brust aus.

Durch die feinen Risse und das Stillen des Kindes können Keime eindringen und unter Umständen beginnt eine Mastitis, die Brustdrüsenentzündung. In diesem Fall sollte man immer einen Arzt aufsuchen oder die behandelnde Hebamme um Rat fragen. Vorbeugend eigenen sich sogenannte Stillhütchen. Hilfreich sind diese Hütchen auch bei Flach- und Hohlwarzen, oder wenn das Baby die Brust nicht richtig greifen kann oder eine Saugschwäche hat.

Hausmittel bei wunden und gereizten Brustwarzen

Ganz egal, ob durch zu enge Kleidung oder das Stillen – es gibt viele Hausmittel, mit denen sich die Beschwerden bei wunden Brustwarzen lindern lassen.

So funktioniert es:
  1. Die betroffenen Stellen morgens und abends dünn mit Rosenöl einreiben
  2. Kompressen mit schwarzem Tee auflegen
  3. Wasser mit Traubenzucker mischen und auf die schmerzenden Stellen auftragen

Im Handel gibt es zudem verschiedene Brustwarzencremes gegen die Beschwerden. Frauen die stillen sollten bei Cremes oder Salben etwas vorsichtig sein, denn viele Babys verweigern die Brust dann. Ein natürliches Mittel ist gleichzeitig auch die Muttermilch. Die Brustwarze wird nach dem Stillen mit ein paar Tropfen Muttermilch eingerieben. Außerdem sollten stillende Mütter darauf achten, dass genügend Luft an die Brustwarze kommt.

Titelbild: Pixabay.com/de – sciencefreak

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