Shampoo selber machen – so geht´s

Wer die eigenen Haare nicht mit schädlichen Chemikalien belasten möchte sowie auf unbekannte Inhaltsstoffe gerne verzichtet, der kann sein Shampoo selber machen. Viele gekaufte Haarwaschmittel enthalten Stoffe, die für Allergiker zu einem Problem werden, wenn sich Hautreaktionen wie Juckreiz und Ähnliches zeigen.

Shampoo selber machen: So werden die Haare richtig gepflegt

Inhaltsstoffe in konventionellen Shampoos können dazu führen, dass die Kopfhaut austrocknet oder es zu einer überhöhten Produktion von Talg kommt. In dem folgenden Beitrag wird gezeigt, wie leicht du dein Shampo selber machen kannst und welche Möglichkeiten du hast, deine Haare richtig zu waschen und zu pflegen. Außerdem erfährst du wissenswerte Einzelheiten über Haarpflege und Haare.

Haarwaschmittel haben vorwiegend die Aufgabe, die Haare sauber zu machen und zu pflegen. Darüber hinaus hilft das richtige Shampoo bei problematischen Haaren und Krankheiten oder Reizungen der Kopfhaut. Die Liste der Inhaltsstoffe vieler Mittel, die im Handel erhältlich sind, weisen Weichmacher auf, die der Gesundheit schaden. Über die Haut gelangen sie in den Körper und können dort Schaden anrichten. Einige Shampos enthalten krebsverdächtiges Formaldehyd oder Silikon. Diese Stoffe trocknen die Haare und die Kopfhaut regelrecht aus und versiegeln sie mittels eines Kunststofffilms.

Wer sein Shampoo selber machen möchte, der muss bei der Mixtur vorsichtig sein, um nicht dieselben schädlichen Inhaltsstoffe zu verwenden, die in herkömmlichen Produkten enthalten sind. Konservierungsstoffe, Tenside und andere Zutaten der selber hergestellten Shampos sind nicht dazu geeignet, deren Qualität zu verbessern. In der gleichen Weise ist Vorsicht bei der Herstellung von Haarpackungen oder Haarkuren geboten. Denn auch hierbei können viele Fehler bei der Auswahl der Zutaten passieren.

Shampoo selber machen
Gekaufte Shampoos können die Kopfhaut austrocknen / Bild: Pixabay.com/de – daviddchristensen

Shampoo  bei Schuppen, Haarausfall sowie fettigem Haar

Ein grundlegender Bestandteil, der in keinem selber hergestellten Shampoo fehlen darf, ist eine hochwertige reine und auf Naturbasis hergestellte Olivenölseife. Diese kann im Handel erworben oder selber gemacht werden. Die Lauge aus dieser Seife kann als Shampoo verwendet werden, wenn du es eilig haben solltest und Haarwaschmittel greifbar hast. Bei Haarproblemen kannst du schnell ein Shampoo selber machen, indem du eine der untenstehenden Rezepte verwendest.

Das sollte beim Kauf von Naturseife beachtet werden

Beim Kauf von Naturseife sollte vor allem die Qualität stimmen. Billigseife wird in den meisten Fällen aus Erdöl gewonnen und enthält chemische Zusätze. Haarwaschmittel selber machen kannst du am besten mit einer hochwertigen Olivenölseife, die keine chemischen Zusätze enthält. Aus der Seife wird eine Lauge gemacht, die die Grundlage des Shampoos bildet, welcher die wertvollen Inhaltsstoffe der Mixtur beigegeben werden.

Diese Möglichkeiten gibt es:

  • Zugabe von ätherischen Ölen. Auf dem Fläschchen sollte angegeben sein, dass es sich um 100-prozentiges naturreines ätherisches Öl handelt.
  • Bei der Verwendung von Kräuterauszügen sollten diese aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Die Kräuterauszüge können einfach selbst herstellt werden. Ein frischer Kräuterauszug wirkt sich bei der Anwendung stark aus. Anleitungen für die Herstellung von Kräuterauszügen findest du hier:
    Shampo selber machen: So werden die Kräuterauszüge selber hergestellt
  • Kräuterauszüge herstellen ist so einfach wie Tee kochen. Du benötigst ungefähr 200 Milliliter kochendes Wasser. Dazu gibst du drei Teelöffel des passenden Heilkrauts. Dann wird alles circa fünfzehn Minuten lang ziehen gelassen. Die Kräuter werden abgeseiht und schon ist der Kräuterauszug fertig. Am besten ist, es ihn sofort nach der Herstellung zu verwenden.
  • Wichtig ist, die Mengenangaben für die Verwendung der ätherischen Öle und Kräuterauszüge zu beachten: Auf 120 – 130 Milliliter Seifenlauge kannst du circa 60 Milliliter Kräuterauszug geben. Auf dieselbe Menge Seifenlauge wird ein Teelöffel ätherisches Öl gegeben.
  • Wie lange ist das selber gemachte Haarwaschmittel haltbar? Das Shampoo sollte nach Möglichkeit immer frisch zubereitet werden. An bestimmten Tagen, an denen es zu hektisch wird, kann es zu zeitaufwendig sein, das Shampo selber herzustellen. Das Shampoo sollte auf Vorrat hergestellt werden. Es ist ohne den Zusatz von Konservierungsmitteln zwei Wochen haltbar. In einem Glas abgefüllt und kühl gelagert verlängert sich die Haltbarkeit um weitere ein bis zwei Wochen.
  • So wird das Haarwaschmittel angewendet: Das selber hergestellte Shampoo weist eine flüssige Konsistenz auf und kann genauso angewendet werden wie konventionelles Shampoo. Die Lauge wird auf das Haar gegeben und kurz einwirken gelassen. Währenddessen kann die Kopfhaut mit den Fingern leicht massiert werden. Achte darauf, dass du das Mittel gut auf alle Haare verteilst. Dann kann die Lauge aus den Haaren ausgespült werden. Gib reichlich Wasser auf die Haare, damit sich alles gut ausspülen lässt.

Haarwaschmittel bei fettenden Haaren

Zuerst wird aus der Olivenölseife eine Seifenlauge erstellt. Zu der Seifenlauge gibst du einige Tropfen ätherisches Zedernöl dazu. Alternativ kannst du ebenso gut Auszüge von Rosmarin, Kamille oder Brennnesseln gegen leicht fettendes Haar verwenden. Die Zutaten können in eine Flasche gefüllt und dort nach und nach aufgebraucht werden.

Shampoo selber machen
Brennesseln helfen bei Haarausfall / Bild: Pixabay.com/de – TBIT

Haarwaschmittel bei Haarausfall

Brennesseln und Rosmarin wirken dem Haarausfall entgegen und unterstützen das Haarwachstum. Brennnesseln werden am besten im Frühjahr oder im Sommer selber gepflückt. Sie wachsen bevorzugt am Waldrand. Du findest sie häufig im Park. Du musst die stechenden Blätter nicht selber pflücken, sie sind im Handel in der getrockneten Version erhältlich. Im Reformhaus oder im Bioladen kannst du sie kaufen. Der Kräuterauszug der Blätter wird in der Seifenlauge beigegeben. Gut vermischt hält sich das Haarwaschmittel einige Wochen.

Shampoo selber machen
Rosmarin lindert Schupper / Bild: Pixabay.com/de – Abdecoral

Shampoo gegen Schuppen

Rosmarin wirkt sich ebenfalls mildernd bei Schuppen in den Haaren aus, es ist ein vielseitiges Kraut. Es hilft neben dem Auszug aus Rosmarin, einige Tropfen ätherisches Teebaumöl der Seifenlauge beizugeben, das hat genauso gut eine mildernde Wirkung bei Schuppen.

Haarwaschmittel aus Lavaerde für normale Haare

Lavaerde hat eine reinigende und pflegende Wirkung auf natürlicher Basis. Probiere, deine Haare mit Lavaerde zu waschen. Du bekommst die heilende Erde im Reformhaus oder im Bioladen. Sie wird mit Wasser angerührt, auf das Haar verteilt und einmassiert. Danach spülst du das Haar mit viel Wasser aus. Lavaerde ist ein reines Naturprodukt und enthält keine weiteren chemischen Zusätze. Es entfaltet seine Wirkung bereits nach wenigen Anwendungen nach ein paar Wochen. Das Haar wird glänzend und duftet frisch.

Shampo selber machen: Bei juckender, schuppender Kopfhaut

Zutaten:

  • 1 EL Brennnesselblätter, frisch gepflückt oder getrocknet
  • 1 Tasse Obstessig, am besten Apfelessig

Die Tasse Essig wird zum Kochen gebracht und die Brennnesselblätter werden hinzugefügt. Danach muss alles zehn Minuten ziehen. Nun kannst du es abseifen. Das Haarwaschmittel kann sofort noch warm auf die Haare verteilt und gut einmassiert werden. Nach einer kurzen Einwirkzeit muss es gut ausgespült werden.

Shampoo selber machen
Bier verleiht dem Haar neuen Glanz / Bild: Pixabay.com/de – Unsplash

Haarwaschmittel selber machen mit Bier

Zutaten:

  • 30 ml Bier
  • 10 Tropfen Teebaumöl
  • 1 EL Rum
  • 1 Eigelb

Die Zutaten werden in einen Behälter gefüllt und schaumig geschlagen. Zum Waschen wird die Masse auf das Haar gegeben, gut verteilt und einmassiert. Danach darfst du nicht vergessen, das Haar mit Wasser auszuspülen, da es kleben könnte. Das Bier gibt dem Haar die notwendigen Nährstoffe, wohingegen das Eigelb dem Haar Glanz verleiht. Teebaumöl und Rum wirken antiseptisch. Das Haar duftet im Ergebnis frisch, fällt locker und glänzt.

Ei-Haarwaschmittel bei trockenem, splissigen Haar

Zutaten:

  • 100 ml Olivenöl
  • 2 Eidotter
  • 1 EL Honig (Nur bei Verwendung als Haarkur)

Die Zutaten werden gut miteinander vermengt. Der Honig wird nur beigemengt, wenn eine Haarkur hergestellt werden soll. Diese kann 20 Minuten auf dem Haar bleiben. Für das Shampoo wird das Olivenöl mit dem Eidotter vermengt und alles auf die angefeuchteten Haare verteilt sowie gut einmassiert. Das Shampoo sofort nach dem Waschen ausspülen. Das Ei wirkt sich positiv auf die trockenen splissigen Haare aus. Das Öl macht das Haar geschmeidig und weich.

Haarwaschmittel selber machen: bei trockenem und strohigem Haar

Zutaten:

  • 3 EL Mayonnaise
  • 1 Avocado
  • 300 ml Wasser

Die Avocado wird halbiert, entkernt und das Fruchtfleisch wird heraus gelöffelt. Alle Zutaten werden in Behälter gefüllt und solange verrührt, bis eine sämige Masse entstanden ist. Das Shampoo wird auf das Haar verteilt und gut einwirken gelassen. Dann kann es mit lauwarmem Wasser ausgespült werden.

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