Stress Hilfe – Was kann ich gegen Stress tun

Wer kennt das nicht? Der Tag bräuchte manchmal einfach mehr als 24 Stunden, wenn wieder einmal nicht alles erledigt werden konnte, was auf der To-Do-Liste stand. Es war dann wahrscheinlich wieder einer dieser Tage mit zu viel Arbeit, mit zu wenig Freizeit und am Ende mit zu wenig Schlaf. Auf Dauer ist dieser körperliche und seelische Stress ungesund. Wenn du glaubst, nicht Allem gerecht werden zu können, wie z. B. deiner Familie, deinem Job oder deinen Freunden, und dadurch ständig einem hohen Stresslevel ausgesetzt bist, dann wird dein Körper irgendwann mit typischen Stress-Symptomen darauf reagieren.

Zu diesen Symptomen zählen Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Schwindel und innere Unruhe. Spätestens dann, wenn auch noch Herz-Kreislauf-Symptome dazu kommen, sollte die Notbremse gezogen werden. Für die physische und psychische Gesundheit ist es enorm wichtig, dass die Belastungen, die durch den Stress entstehen, auch wieder abgebaut werden. Die folgenden 8 effektiven Tipps gegen Stress helfen dabei, den Stresslevel deutlich zu reduzieren, damit wieder ein entspanntes Leben möglich ist.

Tipp 1: Der richtige Umgang mit Stressoren am Arbeitsplatz

Beruflicher Stress am Arbeitsplatz entsteht häufig dann, wenn das Gefühl vorherrscht, selbst nichts an der Situation ändern zu können. Alle Aufgaben, die zu erledigen sind, erscheinen oft so dringend, dass das Gefühl entsteht, dass diese gleich erledigt werden müssten, obwohl dem vielleicht gar nicht so ist. Solche stresserzeugenden Gedanken solltest du dir immer dann bewusstmachen, wenn der Stresslevel wieder einmal am Limit zu sein scheint. Dabei kann es schon helfen, einige Male bewusst ein- und auszuatmen und die eigenen Gedanken zu ordnen. Mit positiven und beruhigenden Selbstgesprächen, wie z. B. „Ich schaffe das schon„, kann eine effektive Stressminderung erreicht werden.

Tipp 2: Zeit für sich selbst nehmen

In Zeiten von Stress kommt meistens eines zur viel zu kurz: die Zeit für sich selbst. Das Aufladen der eigenen Akkus ist enorm wichtig, um wieder neue Kraft zu tanken. Jeder sollte hierbei für einige Zeit das tun, was ihm selbst guttut. Während manche gerne in Ruhe ein Buch lesen, ist es für andere erholsam in der Sauna zu entspannen. In erster Linie ist es wichtig, sich selbst etwas nach all dem Stress zu gönnen und das Pflichtbewusstsein sowie das schlechte Gewissen in dieser Zeit auszuschalten.

Stressabbau
Legen Sie Ihr Handy einfach an die Seite / Bild: Pixabay.com/de – FirmBee

Tipp 3: Einmal ohne Handy & Co. auskommen

Die modernen Kommunikationsmittel, wie Smartphone und Tablet, können Fluch und Segen zu gleich sein. Vieles kann damit schnell erledigt und kommuniziert werden, allerdings ist die ständige Nutzung durchaus ein nicht zu unterschätzender Stressfaktor. Die ständige Erreichbarkeit sowie das Gefühl sofort auf neue Ereignisse und Nachrichten reagieren zu müssen, verursacht bei vielen Menschen eine Art Dauerstress. Wenn du wieder einmal sehr gestresst bist, dann versuche doch demnächst mal 24 Stunden ohne diese Technik auszukommen. Du wirst merken, dass es sehr entspannend sein kann, nicht immer erreichbar zu sein. Wenn dir das nicht gelingt, dann solltest Du wenigstens ein paar Stunden am Tag ohne Smartphone auskommen.

Tipp 4: Ausreichender und erholsamer Schlaf

In stressigen Zeiten ist es enorm wichtig, dass der eigene Körper genügend Schlaf bekommt. Das ist leider nicht immer so leicht, denn gerade gestresste Menschen klagen oft über zu wenig Schlaf und über eine schlechte Schlafqualität, da sich auch nachts noch das Gedankenkarussell im Kopf dreht. Der dauerhafte Mangel an Schlaf führt dazu, dass der Organismus das Stresshormon Coritsol ausschüttet. Zudem kann bei zu wenig Schlaf keine angemessene Regeneration des Körpers stattfinden. Im Schlaf erholt sich der Körper von den Anstrengungen des Tages und tankt neue Energie. Wenn du schon unter der Woche nicht genügend Schlaf bekommen solltest, dann versuche am Wochenende mal wieder richtig lange auszuschlafen. Du wirst deinem Körper damit Gutes tun.

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Schlafen Sie ausreichend / Bild: Pixabay.com/de – DieterRobbins

Tipp 5: Stressabbau durch Lachen

Wer gestresst ist, vergisst dabei oft das Lachen. Dabei hilft gerade das Lachen, den Stress abzubauen und zu entspannen. Der Körper setzt beim Lachen das Glückshormon Serotonin frei und Stresshormone, wie Cortisol und Adrenalin, werden dabei im Blut abgebaut. Zudem wird die Immunabwehr des Körpers gestärkt und das Lachen macht außerdem gute Laune. Wem nicht nach einem herzhaft lauten Lachen zumute ist, dem kann auch schon ein Lächeln helfen, denn das hat fast den gleichen Effekt im Körper. Ein Treffen mit guten Freunden kann bei zu viel Stress wahre Wunder wirken, denn gemeinsames Lachen macht umso mehr Spaß.

Tipp 6: Stressabbau durch Sport

Ein sehr effektives Mittel zur Senkung des Stresslevels ist regelmäßige Bewegung durch sportliche Aktivitäten. Egal ob Schwimmen, Radfahren, Joggen, Walken, Yoga oder andere Entspannungstechniken, der gestresste Körper reagiert positiv darauf. Denn auch beim Sport, werden die Stresshormone Adrenalin und Coritsol abgebaut. Schon ein leichtes Joggen oder Walken bringt den Organismus in Schwung und verschafft dem Menschen mehr Elan und Lebensfreude. Wer kein geübter Sportler ist, sollte zunächst langsam starten, aber regelmäßig Sport treiben. Dreimal pro Woche eine halbe Stunde Sport reichen dabei zunächst völlig aus. Wenn du ein Mensch bist, der nicht gerne alleine Sport treibt, dann ist vielleicht eine Teamsportart das Richtige für Dich. Wichtig ist, dass der Sport Spaß macht, denn so hat der Stress auf Dauer keine Chance.

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Weniger Stress durch gesunde Ernährung / Bild: Pixabay.com/de – skyangel

Tipp 7: Gesunde Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung sollte für jeden Menschen eine hohe Priorität haben, denn schließlich sagt schon das Sprichwort „man ist, was man isst“. Wer seinen Körper mit ungesundem Fast Food, zu viel Zucker und Fett belastet, macht ihn auf Dauer auch anfälliger für Stress. Ausreichend Obst, Gemüse, gesunde Öle und fettarmes Fleisch werden dem gestressten Körper mehr Energie zuführen und diesen stärker im Kampf gegen Stress machen. Genussmittel, wie z. B. Nikotin oder Alkohol, wirken nur vorrübergehend als Stimmungsaufheller, aber werden auf längere Sicht zum Stressauslöser, wenn die aufhellende Wirkung nachlässt.

Tipp 8: Das Helfersyndrom vermeiden

Manche Menschen glauben sie sind nur dann beliebt und akzeptiert, wenn sie überall ihre Hilfe anbieten und mit anpacken. Um dich selbst vor zu viel Stress und Belastung zu schützen, ist es wichtig, dass du eine Situation schon im Voraus einschätzt, wenn du um Hilfe gebeten wirst. Schütze dich dabei vor unberechtigten Forderungen und helfe immer nur dort, wo es sinnvoll ist und es dir selbst ein gutes Gefühl verleiht. Lasse dich nicht von anderen Menschen zu deren Vorteil ausnutzen, sondern mach Deinen Standpunkt deutlich, denn auch das verhindert Stress.

Titelbild: Pixabay.com/de – geralt

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