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Veneers Kosten – Soviel müssen Sie für ein Hollywood lächeln einplanen

Die optische Behandlung mit Veneers kommt aus den USA. Dort lassen sich Musiker und Filmstars ihre Zähne kosmetisch verschönern.
Das Ziel: Ein helles schönes Lächeln ohne Zahnspange oder Kieferorthopädie! Der Trend kommt nun auch nach Deutschland. Wieviel Veneers kosten und worauf du achten solltest, zeigt dieser Artikel.

Was sind Veneers?

Veneers sind kleine Keramikplättchen, die auf den Zahn aufgeklebt werden. So entsteht eine Verblendung. Dies kann leichte Zahnfehlstellungen oder Verfärbungen verschwinden lassen. Ein schönes Lächeln erhält man ganz ohne lästige Zahnspange oder Kieferorthopädie.

Die Plättchen sind nur 0,1 bis 0,3 Milimeter dick. Für Außenstehende ist die Verwendung von Veneers nicht sichtbar. Besonders bei den Schneidezähnen kommen sie zum Einsatz. Es handelt sich um eine kosmetische Maßnahme. Schwere Kieferfehlstellungen können so nicht behoben werden.

TIPP: Wer den Eingriff nur aufgrund von Verfärbungen machen will, kann sich auch über ein günstigeres Bleaching informieren. Im Anschluss kann dann immer noch eine Verblendung vorgenommen werden.

Welche Verfahren gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man drei Typen:
  • Normale Veneers
  • Non-Prep Veneers oder Lumineers
  • Sofort-Veneers

Die Verfahren unterscheiden sich nicht nur in den Kosten, sondern auch im Behandlungsaufwand. Näheres dazu in den Erklärungen unten.

TIPP: Lasse dich immer von einem kompetenten Zahnarzt beraten, welcher Typ für dich geeignet ist. Natürlich können Wünsche geäußert werden, aber die Machbarkeit sollte im Vordergrund stehen.

Normale Veneers

Im konventionellen Verfahren sind die Plättchen circa 0,1 bis 0,3 Millimeter dünn. Um die Verschalung auftragen zu können. muss eine Schicht des Zahns abgetragen werden. Die Abschleifung findet meistens im Oberkiefer statt. Dieser ist für ein makelloses Lächeln markanter als der Unterkiefer. Grundsätzlich können Veneers auf so vielen oder wenigen Zähne angebracht werden wie der Patient es möchte.

Der Arzt wird zusätzlich enen Abdruck der Zähne nehmen. Im Anschluss werden die Plättchen im Labor hergestellt und auf den Patienten angepasst. Zum Schluss werden die Plättchen auf die angerauten Zähne aufgeklebt.

TIPP: Die Plättchen sollten immer individuell auf deine Zähne angepasst werden. Dies sichert ein schönes Ergebnis.

Non-Prep Veneers oder Lumineers

Lumineers kommen besonders bei kleineren Fehlstellungen und kleinen Defekten zum Einsatz. Wie der Name scon verrät, wird hier der Zahn nicht vorbereitet. Es kommt also zu keiner Abschleifung. Anhand eines Abdrucks wird der Zahntechniker individuelle Lumineers fertigen. Im Anschluss werden diese auf leicht angeraute Zähne aufgeklebt.

Lumineers sind dünner als 0,3 Millimeter. Sie sind also dünner als konventionelle Verblendungen. Dies macht den deutlichen Preisunterschied aus. Meistens sind Lumineers teurer als das konventionelle Verfahren.

Sofort-Veneers

Bei Sofort-Veneers braucht es keinen Zahntechniker und es wird auch kein Abdruck der Zähne genommen. Die Verblendung wird sofort in einer Sitzung angepasst. Dies senkt den Preis enorm.

Die genormten Vorlagen werden direkt vom Arzt auf die Zähne aufgeklebt. Das Verfahren eignet sich besonders für die Schneidezähne. Auch Patienten, die nur ein paar Zähne verschalen wollen, profitieren finanziell von diesem Verfahren.

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Das kostet das neue Lächeln

Grundsätzlich handelt es sich um eine ästhetische Behandlung. Die Preise können je nach Land, Arzt und Klinik stark schwanken.

Diese Tabelle kann eine erste Orientierung geben:
  • Normale Veneers 800 bis 1400 pro Zahn
  • Lumineers 600 bis 1500 pro Zahn
  • Sofort-Veneers 200 bis 500 pro Verblendung
TIPP: Es lohnt sich vorab Preis zu erfragen. Außerdem lässt ein Erstgespräch erkennen, ob es sich um einen erfahrenen Arzt handelt. Welche Methode zu welchen Zähne passt, kann in einer Beratung geklärt werden.

Werden die Kosten übernommen?

Es handelt sich bei der Verblendung um einen kosmetischen Eingriff. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass die Krankenkasse die Kosten übernehmen wird. Dies gilt auch für Privatpatienten. Einige Versicherungen biete für kosmetische Behandlungen eine Zusatzversicherung an. Dies kann bei der Versicherung erfragt werden. Leider deckt nicht jede Zusatzversicherung alle Leistungen ab.

Die Behandlungspreise sind je nach Land und Arzt unterschiedlich. Wer selbst bezahlen muss, sollte sich Zeit nehmen Informationen einzuholen. Finanziell kann sich die Recherche für Selbstzahler lohnen.

TIPP: Bei manchen Selbstzahlern lohnt sich der Abschluss einer Zusatzversicherung. Informiere dich, welche Versicherungen eine Verblendung der Zähne mitfinanzieren würden.

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Das Verfahren bestimmt den Preis

Nicht nur die unterschiedlichen Verblendungen, sondern auch der Aufwand bestimmt den Preis. Die Materialien unterscheiden sich im Preis. So ist Keramik teurer als Keramik mit Kunststoffanteil.

Auch der Abdruck und das Abschleifen können zusätzliche Kosten verursachen. Hinzu kommt das Anpassen der Verblendung durch einen Zahntechniker. Auch die Anzahl der Zähne, die verblendet werden sollen, entscheidet über den Endpreis.

Ihr Zahnarzt wird das Verfahren nach folgenden Kriterien auswählen:
  • Dein persönliches Ziel
  • Anzahl der Verfärbungen
  • Eventuelle Defekte oder Fehlstellungen der Zähne
  • Anzahl der zu verblendenden Zähne
TIPP: Wenn du deine Behandlung selbst bezahlen musst, kannst du mit deinem Arzt über eine mögliche Ratenzahlung sprechen. Viele Praxen und Kliniken bieten dies für ihre Patienten an. Einige haben auch eigene Finazierungsdienstleister an der Hand. Diese können deine Behandlung vorfinanzieren.

In diesen Fällen übernimmt die Krankenkasse doch

In den meisten Fällen geht die Krankenkasse davon aus, dass es sich bei Veneers um eine rein kosmetische Behandlung handelt. Um zumindest einen Teil der Kosten erstattet zu bekommen, muss eine medizinische Notwendigkeit nachgewiesen werden. Dies kann zum Beispiel durch einen Zahnrekonstruktion nach einem Unfall sein. Es muss ein medizinisches Gutachten vorliegen, welches die Verwendung von Verblendungen gut heißt. Nur so gibt es eine kleine Chance auf Kostenerstattung.

Die meisten Krankenkassen lehnen Verbledungen ab, weil sie eine Alternativbehandlung mit Kronen oder Brücken für genauso gut halten. Diese Behandlung kann aber nur gemacht werden, wenn tatsächlich ein Schaden am Zahn entstanden ist. Es hat also keine kosmetische Begründung.

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Zusatzversicherungen zahlen oft

Wenn du eine Zusatzversicherung ausgewählt hast, welche Veneers erstattet, wird diese auch zahlen. Andere Versicherer wollen manche kosmetische Behandlung nicht erstatten, obwohl man eine Zusatzversicherung hat. Auch hier ist es sinnvoll einen medizinische Notwendigkeit belegen zu können. Ansonsten bleibt man auf den Kosten sitzen.

TIPP: Wenn deine Behandlung sich mit einer medizinischen Notwendigkeit begründen lässt, dann solltest du das auch nutzen. Hierzu muss dein Zahnarzt ein Gutachten für den Versicherer schreiben. Es könnte sich finanziell für dich lohnen deinen Arzt darauf anzusprechen.

Kritik

Nicht jeder hat gute Erfahrungen mit Verblendungen gemacht. Wenn die Plättchen falsch angebracht werden, kann es zu Karies unter dem darunterliegenden Zahn kommen. Dies ist nicht nur schmerhaft, sondern wird oft erst spät von den Betroffenen entdeckt. Daher lohnt es sich in einen erfahrenen Arzt zu investieren.

TIPP: Die Zähne sollten vor der Verklebung nochmal professionell gereinigt werden. So beugt man Karies unter den Veneers vor.

Die Veneers halten je nach Material zwischen 1 und 3 Jahren. Danach müssen sie neu gemacht werden. Es ist klar, dass dann neue Kosten dazu kommen.

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Fazit

Verblendungen verhelfen zu einem schöneren Lachen, aber die Kostenübernahme gestaltet sich schwierig. Es lohnt sich viele Informationen vorab einzuholen. Das Vertrauen zum Arzt und dessen Fähigkeiten sollte stimmen. Ohne Erfahrung kann es zu Karies unter den Veneers kommen. Daher lieber mehr zahlen, als am falschen Ende zu sparen.

Bildernachweis:
Titelbild – Mann lächelt Urheber: rido / 123RF Standard-Bild
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