Wassereinlagerung in den Beinen – natürliche Heilmittel

Wassereinlagerungen in den Beinen können vielfältige Ursachen haben. Mitunter führen Herzkrankheiten, Probleme der Nierenfunktion oder ein eingeschränkter Lymphfluss zu Wasser in den Beinen. Daher sollten Wassereinlagerungen stets von einem Arzt abgeklärt und gegebenenfalls behandelt werden.

Natürlich liegt nicht immer eine Erkrankung vor. Sommerliche Hitze, Übergewicht oder eine starke Belastung der Beine führt oftmals auch dazu, dass sich Wasser in den Beinen einlagert und unangenehme Beschwerden wie ein Spannungsgefühl, geschwollene Beine bis hin zu Schmerzen auftreten. Spätestens dann sollte etwas gegen die Wassereinlagerung getan werden, um das eigene Wohlbefinden wieder zu steigern.

Medikamentöse Behandlung

Eine Behandlung mit Entwässerungstabletten sollte ausschließlich nur dann durchgeführt werden, wenn sie von einem Arzt angeraten und beaufsichtigt wird. Es gibt zwar frei verkäufliche Medikamente, aber diese können unter Umständen dazu führen, dass der Körper wichtige Mineralien verliert und der Organismus dadurch einer enormen Belastung ausgesetzt wird.

Es gibt glücklicherweise sehr wirksame und natürliche Heilmittel, um etwas gegen die Wassereinlagerungen zu tun:

Die Füße hoch legen

Die Füße hoch legen ist wichtig, da es bewirkt, dass das Wasser besser aus den Beinen zurück fließen kann. Daher empfiehlt es sich, die Füße richtig hoch zu legen, bevor man schlafen geht. Dazu legt man sich ganz flach auf das Bett und legt die Beine auf ein, oder mehrere Kissen so hoch, dass die Fußknöchel höher als die Hüfte gelagert sind. Dies treibt den Wasserrückfluss auf natürliche Weise voran.

Bewusst atmen

Auch eine bewusste Atmung kann den Wasserrückfluss begünstigen. Man atmet gezielt ins Brustbein und zieht den Bauch dabei ein. Atmet man dann wieder aus, lockert der Bauch sich automatisch wieder. Der darauf folgende Atemzug sollte dann eine Bauchatmung sein. Darauf folgt wieder ein Atemzug, der ins Brustbein geht, immer im Wechsel. Eine solche bewusste Atmung sollte einmal täglich durchgeführt werden.

Wacholderbeeren essen oder einen Sud daraus herstellen

Wacholderbeeren haben einen natürlichen entwässernden Effekt. Wenn man den äußerst intensiven Geschmack ignorieren kann, oder gar mag, kann man verteilt über den Tag, bis zu 10 Beeren essen. Die Wirkung setzt schnell und effektiv ein.

Eine Alternative dazu ist ein Wacholdersud. Dazu benötigt man getrocknete Wacholderbeeren, am Besten aus der Apotheke. Zwei Teelöffel mit dem Mörser zerkleinern und mit 500 ml kaltem Wasser übergießen. Diesen Sud lässt man dann über Nacht ziehen, möglichst an einem warmen Ort. Der fertige Sud kann dann abgeseiht und im Kühlschrank gelagert werden. Man trinkt ihn über einen Zeitraum von drei Wochen, jeweils 2 cl vor den Mahlzeiten. Diese Kur hilft ebenfalls gegen Wasser in den Beinen.

Tee
Entwässerungstees sind hilfreich

Entwässerungstees trinken

Man kann sich einen solchen Entwässerungstee ganz einfach selbst zusammenstellen. Dazu benötigt man lediglich eine Mischung, die zu gleichen Teilen aus Kamille, Steinklee, Löwenzahnblättern und Gartenraute besteht. Man nimmt je zwei Teelöffel der Mischung, übergießt sie mit kochendem Wasser und lässt den Tee dann 10 Minuten ziehen. Danach muss er nur noch abgeseiht und kann getrunken werden. Zwei Tassen täglich sind vorbeugend gegen Wassereinlagerungen und der damit verbundenen geschwollenen Beine.

Johannisbeerentee

Johannisbeerentee ist ebenfalls hilfreich. Pro Tasse muss man zwei Esslöffel von getrockneten Johannisbeeren mit 150 ml Wasser aufkochen. Der Tee sollte 20 Minuten gezogen sein, bevor man ihn abseiht und trinkt. Drei Tassen täglich erzielen eine effektive Entwässerung und somit auch eine spürbare Entlastung der Beine.

Eine Salbe aus Rosskastanien

Rosskastanien haben Aescin als Inhaltsstoff. Dieser Wirkstoff hat ebenfalls eine entwässernde Wirkung auf die Beine. Rosskastaniensalbe ist sowohl im Drogeriemarkt, als wie auch in der Apotheke erhältlich. Eine regelmäßige Anwendung der Salbe auf den Beinen wirkt vorbeugend und ist zudem sehr wohltuend.

Salz
Achten Sie auf Ihre Ernährung und die Salzaufnahme

Salzaufnahme reduzieren

Das Salz Wasser bindet, ist mitlerweile allen bekannt. Die empfohlene Tagesmenge, die wir mit der Ernährung aufnehmen sollten, wird von fast allen überschritten. Der erhöhte Salzkonsum bewirkt, dass das Gewebe mehr Wasser einlagert. Dem kann man ganz einfach entgegen wirken, indem man die tägliche Salzaufnahme reduziert. Darüber hinaus hilft es nicht nur bei Wassereinlagerungen in den Beinen, sondern wirkt sich auch positiv auf unser Herz-Kreislaufsystem aus.

Zuckerkonsum sollte auch reduziert werden

Nicht nur Salz, sondern auch Zucker, wird er übermäßig genossen, kann zu Wasser in den Beinen führen. Daher sollte neben der Salzaufnahme auch der Zuckerkonsum entsprechend reduziert werden.

Schüßler Salze

Die Schüßler Salze Nr.8 (Natrium chloratum) und Nr.10 (Natrium sulfuricum) sind äußerst wirksam bei der natürlichen Bekämpfung von Wassereinlagerungen.

Ein wenig Gymnastik

Besonders Menschen, die eine überwiegend stehende oder sitzende Tätigkeit ausüben, sind oftmals regelmäßig von Wasseransammlungen in den Beinen betroffen. Ein wenig Gymnastik kann den Rückfluss des Wassers effizient unterstützen. Dazu reicht es bereits aus, wenn man sich alle zwei Stunden aufrecht hinstellt, und barfuß von den Fersen bis zu den Zehen wippt. Im Sitzen kann mit den Zehen auch hin und wieder eine greifende Bewegung ausgeführt werden. Auch dies sollte nach Möglichkeit barfuß geschehen.

schwimmen
Gehen Sie regelmäßig zum Schwimmen

Regelmäßiges Schwimmen

Wer regelmäßig schwimmt, beugt Wasseransammlungen in den Beinen vor. Jeder Schwimmstil, der eine starke Bewegung der Beine erfordert, ist geeignet. Einer der Vorteile des Schwimmens liegt in der Entlastung des Körpers, da das eigene Körpergewicht sich weniger intensiv auf den Körper auswirkt. Zudem werden die Beine beim Schwimmen auf natürliche Weise massiert. Dies unterstützt effektiv den Lymphfluss und Rücktransport des Wassers aus den Beinen. Wichtig ist aber, regelmäßig zu schwimmen, damit die Wirkung nicht nur vorübergehend, sondern lang anhaltend ist.

Eine gute Wadenmuskulatur ist wichtig

Eine gute Wadenmuskulatur wirkt sich positiv auf den Lymphfluss und die Venenbeweglichkeit aus. Das unterstützt die Entwässerung erheblich. Nicht nur Gymnastik und Schwimmen helfen, die Wadenmuskulatur zu festigen. Rad fahren und andere Übungen, wie beispielsweise ein wiederholtes Einrollen und Strecken der Zehen können problemlos in den Alltag integriert werden. So kann man die Wadenmuskulatur ohne großen Zeitaufwand kräftigen.

Auch kalte Güsse können helfen

Ein Wechsel aus warmen und kalten Güssen stärken das Gewebe. Zu beginn dieser Therapie sollte man zwischen warmen und lauwarmen Güssen unter der Dusche wechseln. So kann man täglich etwas mehr kaltes Wasser dem lauwarmen Wasser zufügen, bis man sich schlussendlich an kaltes Wasser gewöhnt hat. Neben dem Gewebe, werden auch die Venen gestärkt. Beides bewirkt einen effektiveren Abfluss der Flüssigkeit in den Beinen. Wichtig ist, dass man mit dem kalten Wasser zuerst das rechte Bein und anschließend das linke Bein, also zum Herzen hin behandelt.

Fazit

Wie eingangs schon erwähnt, können Wasseransammlungen in den Beinen ernsthaften Erkrankungen zugrunde liegen, die immer von einem Arzt abgeklärt und behandelt werden sollten. Eine ärztliche Untersuchung sollte daher einer Selbstbehandlung in jedem Fall vorausgehen.

Liegt keine Erkrankung vor, können bedenkenlos die zuvor vorgestellten Maßnahmen ergriffen werden, um etwas gegen die Wassereinlagerungen und die damit verbundenen Symptome wie Spannungsgefühle und geschwollene Beine zu tun.

Natürliche Heilmittel sind oftmals sehr effektiv und schaden weder dem Körper noch dem Organismus. Darüber hinaus können die Venen, der Lymphfluss sowie die Wadenmuskulatur durch einfache Übungen und Sport gestärkt werden, um einer Wasseransammlung vorzubeugen.

Textbilder: Pixabay.com/de

Titelbild: Urheberrecht / staras / 123rf.com

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