Bild Auge entzündet

Xanthelasmen – Ursache und Behandlung

Du hast gelbliche Flecken an den Augenlidern oder anderen Körperteilen und fragst dich, ob es mit der Ernährung zusammenhängt? Richtig. Bei diesen unschönen Verfärbungen handelt es sich um sogenannte Xanthelasmen (gr. xanthos für gelb und elasma für Platte). Grund für die Entstehung ist ein zu hoher Cholesterinspiegel, der wiederum fast immer ernährungsbedingt ist.

Xanthelasmen von anderen Hautveränderungen unterscheiden

Ernährungsfehler zeigen sich fast immer auch auf der Haut, so auch ein zu hoher Fettkonsum. Eine mögliche Folge sind Xanthelasmen. Dabei handelt es sich um scharf abgegrenzte gelbe Fettablagerungen unter der Haut, die meist flach sind. Sie können allerdings auch fühlbar hervortreten und sind dann besonders auffällig. Was du dort siehst, sind Ablagerungen von Triglyceriden, die zu den Nahrungsfetten gehören. Diese Fette werden also über die Speisen aufgenommen und im Mund, im Magen und schließlich im Dünndarm aufgespalten und gelangen von dort ins Blut. Triglyceride sind im Blut nachweisbar.

Die Ablagerungen sind möglich an:
  • Ober- und Unterliedern der Augen
  • Sehnenscheiden
  • Gesäß
  • Knien

Sie können mikroskopisch klein oder auch mit bloßem Auge erkennbar sein. Wenn du eine solche Verfärbung entdeckst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sie noch weitere an anderen Körperstellen gibt.

Was bedeutet die Entstehung von Xanhelasmen?

Gelbe Ablagerungen gelten als Alarmsignal für schwere Ernährungsfehler oder eine Fettstoffwechselerkrankung. Xanthelasmen sind also keine Erkrankung, sondern Begleiterscheinung und Symptom eines Prozesses, dem du auf den Grund gehen solltest. Sie können spontan im Rahmen einer Erkrankung auftreten oder im Laufe der Jahre zunehmen.

Bei Jugendlichen sind sie übrigens ausgesprochen selten, während das Risiko für ihre Entstehung mit dem Alter deutlich zunimmt. Frauen während der Wechseljahre sind besonders gefährdet. Das gilt auch für Diabetiker, Menschen mit Übergewicht und bei einem erhöhten Alkoholkonsum. Xanthelasmen sind aber keine klassische Begleiterscheinung von Übergewichtigen! Sie können also durchaus auch bei schlanken Personen auftreten. Sie sind nicht ansteckend.

Bild Arzt

Wie Xanthelasmen beseitigen?

Die unschönen Verfärbungen sind zunächst ein Hinweis auf eine Störung des Fettstoffwechsels. Wer sie an sich beobachtet, sollte sein Essverhalten hinterfragen und bei der nächsten ärztlichen Untersuchung um eine Kontrolle des Cholesterinspiegels bitten, denn die Ursachenforschung ist wichtig. Xanthelasmen bleiben ein Leben lang erhalten, wenn Sie nicht mittels Behandlung entfernt werden. Eine Ernährungsumstellung ist unbedingt empfehlenswert. Abgesehen von einer allgemein gesünderen Ernährung wird der Stoffwechsel entlastet und die Wahrscheinlichkeit der Entstehung weiterer Xanthelasmen wird deutlich reduziert. Es ist aber verständlich, wenn du die Ablagerungen aus dem Gesicht entfernt haben willst.

Folgende Möglichkeiten wird der Hautarzt vorschlagen:
  • Chirurgische Entfernung
  • Laserbehandlung
  • Kauterisation

Je nach Praxis und Schwerpunkt können weitere Verfahren zur Auswahl stehen. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse nicht. Bei einer chirurgischen Entfernung besteht das Risiko von Narbenbildung. Sollte es sich um relativ harte Ablagerungen handeln, hat der Arzt die Möglichkeit, die Ablagerung lediglich „anzuritzen“ und das Fett dann herauszudrücken. Das muss ein Arzt durchführen.

Durch die Augennähe ist das Verletzungsrisiko sonst unkalkulierbar. Mit einem Laser werden die oberen Hautschichten abgetragen. Deshalb hat sich der Laser bei der Behandlung der Fettablagerungen besonders bewährt. Kauterisation beschreibt die Methode der Verätzung der betroffenen Stelle. Welches Verfahren zur Anwendung kommt, entscheidet der behandelnde Arzt.

Entstehung von Xanthelasmen verhindern

Beim Auftreten von Xanthelasmen muss zunächst die Ursache geklärt werden. Liegt der Grund in der Ernährung, muss die Ernährung angepasst werden. Das dient nicht nur dazu, die Entstehung neuer Ablagerungen zu verhindern, sondern dient auch dem Schutz der Blutgefäße. Ein hoher Cholesterinspiegel stellt ein hohes Risiko für die Gesundheit dar. Vor allem die Gefahr von Herzinfarkt und Schlaganfall ist hoch. Wer die Xanthelasmen nur entfernen lässt, ohne die Ursache zu beseitigen, wird schon bald neue Ablagerungen an sich feststellen. Deshalb hilft langfristig nur eine Ernährungsumstellung gegen eine Ausbreitung.

Bild Fast Food Verbot

Was muss ich vom Speiseplan streichen?

Es sind vor allem die gehärteten Fette, die die unschönen Ablagerungen verursachen. Sie finden sich in tierischen Fetten und sind besonders in frittierten und gebratenen Fleischgerichten enthalten.

Zur Vorbeugung empfiehlt sich daher folgende Ernährung:
  • Überwiegend pflanzliche Ernährung
  • reichlich Vollkornprodukte
  • Hülsenfrüchte
  • zwischendurch Obst

Zuckerreiche Getränke sind außerdem möglichst zu meiden. Wer reines Wasser gar nicht mag, kann sich mit einem Schuss Obstsaft ins Wasser helfen. Außerdem empfehlen sich Tees für den Stoffwechsel.

Bild Löwenzahntee

Ergänzende Tees für einen gesunden Stoffwechsel

Tees sind eine bewährte unterstützende Maßnahme bei Krankheiten. Allerdings solltest du auf die Qualität achten. Ein günstiger Tee erhält möglicherweise nicht genügend Arzneimittelbestandteile. Es ist auch möglich, dass künstliche Stoffe zugefügt wurden, um den Geschmack oder den Geruch zu verbessern. Hochwertige Tees gibt es in Apotheken und Drogerien. Um den Stoffwechsel anzuregen, haben sich gleich mehrere Teesorten bewährt.

Allen voran genießt der Matetee einen sehr guten Ruf, denn er kurbelt die Fettverbrennung an. Wer dreimal täglich eine Tasse Tee trinkt, hilft seiner Gesundheit und wirkt aktiv gegen einen erhöhten Cholesterinspiegel. Das gilt auch für Löwenzahntee, der dreimal täglich getrunken werden sollte, und zwar direkt nach den Mahlzeiten.

Das Trinken der Tees allein genügt nicht, um Ernährungsfehler auszugleichen.

Gesund essen und genießen

Ein erhöhter Cholesterinspiegel ist ein Warnsignal, dass der Körper die Fettmenge nicht verarbeiten kann und möglicherweise sogar permanent überlastet wird. Das führt auf Dauer nahezu sicher zu schweren Folgeerkrankungen. Zuerst sollte daher der Fleischkonsum deutlich reduziert werden. Das gilt auch für Wurst und alles, was gebraten oder frittiert wird. Deshalb muss aber niemand auf Pommes frites verzichten, denn die moderne Küche bietet eine Reihe von alternativen Zubereitungsmethoden, die auf gehärtete Fette verzichten.

Der Konsum von Milchprodukten ist ebenfalls kritisch zu sehen. Als Alternative eignen sich Mandel- oder Sojamilch. Statt Käse empfehlen sich vegane Alternativen aus Nüssen, Soja und Hefeflocken, die auch ökologisch sehr viel weniger bedenklich sind. Der Vorteil des Verzichts auf fettreiche Nahrung ist, dass sich der Organismus recht schnell erholt, sobald die Leber entlastet wird. Das zeigt sich nicht nur in einer Regulierung des Gewichts, sondern auch in einer verbesserten körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. Der Satz „Müdigkeit ist der Schmerz der Leber“, bewahrheitet sich bei der Ernährungsumstellung einmal mehr.

Bildernachweis: Titelbild – Xanthelasmen Urheber: 9nong / 123RF Standard-Bild
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Löwenzahntee Urheber: CC0 Public Domain-Pixabay.com

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