Was tun bei Tränensäcken?

Tränensäcke sind vor allem ein kosmetisches Problem. Dicke Ränder unter den Augen lassen die Person müde und ungepflegt wirken. Besonders am Arbeitsplatz kann dies zu ungewollten Komplikationen führen. Denn, wenn du jeden Tag wie eine übrig gebliebene Nachteule aussiehst, wird dein Arbeitgeber annehmen, dass du dich wahrscheinlich nicht konzentrieren kannst.

Trotz vieler Kosmetika und Hausmittel ist es schwierig, die richtige Wahl gegen die Tränensäcke zu finden. Dies liegt vor allem daran, dass viele nicht wissen, warum Tränensäcke überhaupt entstehen. So kommt es, dass nicht wenige verheerende Fehler machen und sogar Hämorrhoidensalben auf die Augenringe auftragen. Diese scheint zwar zu Beginn zu wirken, jedoch sind die Folgen erst Jahre später sichtbar. Tränensäcke, die dicker kaum sein könnten, bilden sich, die mit keiner Schminke mehr bedeckt werden können. In vielen Fällen bleibt dann nur noch der Gang zum Schönheitschirurgen.

Tränensäcke aufgrund von Schlafmangel
Achten Sie auf ausreichend Schlaf / Bild: Pixabay.com/de – Olichel

Warum entstehen Tränensäcke?

Tränensäcke entstehen ganz natürlich durch zu wenig Schlaf und Stress. Auch negative Lebensumstände wie hohe Sonneneinstrahlung durch Solarien sowie Nikotin- und Alkoholkonsum begünstigen ihre Bildung. Daneben spielen das Alter und erbliche Faktoren für die Ausprägung der ungeliebten dunklen Ränder unter den Augen eine entscheidende Rolle.

Die schädlichen Lebensumstände stören die Durchblutung der hauchfeinen Kapillaren unter den Augen. Da die Haut dort besonders dünn ist, kann es aufgrund der Durchblutungsstörung zu einem Lymphstau kommen. Die Flüssigkeitsansammlung beult die dünne Haut aus und die Verdickungen werden sichtbar. Durch die häufige Wiederholung der Hautdehnungen erschlafft das Bindegewebe mit der Zeit und die Tränensäcke verschwinden gar nicht mehr. Nikotin und hohe Sonneneinstrahlungen schädigen die Bindehaut zusätzlich, sodass der ganz normale Alterungsprozess teils erheblich beschleunigt wird.

Wenn du dann noch an einer vererbten Bindegewebsschwäche leidest, kommt alles zusammen und ein regelrecht entstelltes Gesicht bildet sich. Damit es nicht soweit kommt und der Gang zum Schönheitschirurgen überflüssig wird, helfen einige Hausmittel, die du regelmäßig und so früh wie möglich anwenden solltest, denn Vorbeugen ist einfacher als Behandeln. Zudem solltest du auf ausreichend Schlaf und eine stressfreie Lebensweise achten. Gesunde Ernährung und Fastenkuren, die Schadstoffe aus dem Körper ausschwemmen, können dir ebenfalls helfen.

Yoga gegen Tränensäcke
Yoga fördert die Durchblutung und hilft bei Tränensäcken / Bild: Pixabay.com/de – Unsplash

Hausmittel und Homöopathie

Kühlung
Grundsätzlich hilft Kühlung immer gegen Tränensäcke. Besonders gut geeignet sind Quark und Gurkenscheiben, aber auch gefrorene Kamillenteebeutel, die direkt auf die Tränensäcke gelegt werden. Eine Einwirkzeit von 15 bis 30 Minuten ist ausreichend.

Ingwer
Gegen akute Tränensäcke hilft es, Ingwer zu essen. Dieser erhöht den Stoffwechsel und somit auch den Lymphabfluss. Wer den Ingwer pur nicht mag, kann auf selbst hergestellte Ingwerlimonade zurückgreifen. Dafür den Ingwer in Stücke schneiden und über mehrere Stunden im Wasser einweichen lassen. Mit Zitrone und Zucker verfeinert gleich morgens trinken.

Trinken
Viel trinken ist das “A und O” gegen Tränensäcke. Zwei bis drei Liter pro Tag koffeinfreier Getränke sollten es schon sein. Insbesondere Frucht- und Gemüsesäfte wirken sich positiv auf die Durchblutung aus.

Klopf-Massage
Mit einer leichten Klopf-Massage der Tränensäcke erhöhst du die Durchblutung und regst den Lymphabfluss an. Aber sei vorsichtig und klopfe nicht zu stark. Sonst erhöht sich die Schwellung zusätzlich. Ein leichtes Trommeln auf den Tränensäcken reicht meist schon aus.

Yoga
Mit Yoga wird die Durchblutung des gesamten Körpers erhöht und alle Organe angeregt. Ungleichgewichte wie Hormonstörungen, die auch zu Tränensäcken führen, können so harmonisiert werden. Am besten beginnst du den Tag jeden Morgen mit circa 30 Minuten Yoga.

Homöopathie
Um ganzheitlich gegen chronische Tränensäcke vorzugehen, eignen sich homöopathische Mittel besonders gut. Hierzu gehört das Schüßler Salz Nr. 3, Secale cornutum und Berberis. Täglich drei bis fünf Globuli genügen, um den Lymphabfluss anzuregen.

Kieselerde
Die Kieselerde bewirkt eine Straffung der Bindehaut und vermindert so die Tränensäcke. Einfach mit Wasser anrühren und auf diese auftragen. Nach einer 15 minütigen Einwirkzeit mit lauwarmen Wasser abwaschen.

Harnsäure (Urea )
Cremes, die Harnsäure (Urea) enthalten, verbessern die Elastizität der Haut und können so Tränensäcken vorbeugen. Täglich, am besten morgens, dünn unter die Augen aufgetragen, verhindert Urea ihre Bildung.

Hyaluronsäurehaltige Gels
Als letztes Mittel, das vor einem chirurgischen Einsatz angewendet werden kann , sind hyaluronsäurehaltige Gels zu nennen. Anders als Urea straffen diese die empfindliche Haut unter den Augen aber nur temporär, für wenige Stunden. Sie vermögen keine nachhaltige Straffung der Bindehaut zu bewirken.

Selbstredend lassen sich viele der Hausmittel miteinander kombinieren, um noch bessere Ergebnisse zu erreichen.

Tränensäcke vor Herzinfarkt
Warnsignal für drohenden Herzinfarkt / Bild: Pixabay.com/de – azeemchowdhury

Schlagartig auftretende Tränensäcke

Leidest du praktisch von heute auf morgen unter heftigen Tränensäcken ohne zu wenig Schlaf gehabt zu haben, ist dies ein ernstes Warnsignal. Tränensäcke können auch auf einen drohenden Herzinfarkt oder Nierenleiden hindeuten.

Der Grund:

Ist das Herz zu schwach, kann es Flüssigkeitsansammlungen nicht mehr aus dem Körper bringen. Es muss mit einem bestimmten Druck das Blut durch die Nieren pressen, damit diese den Körper entgiften können. Ein schwaches Herz schafft dies nicht und so entstehen geschwollenen Füße und Tränensäcke. Lege die Füße hoch, da dies dein Herz entlastet und suche so bald wie möglich einen Arzt auf.

Auch eine kränkelnde Niere genießt die horizontale Lage, da es auch ihr so leichter fällt, zu arbeiten. Ist die Niere in Mitleidenschaft gezogen, zeigt sich dies häufig durch Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich. Kommt verringerter oder blutiger Urin hinzu, spricht dies für eine virale oder bakterielle Infektion. Nun solltest du ausreichend trinken, um die Viren aus zu schwemmen. Hilft dies nach 24 Stunden nicht, brauchst du ärztliche Unterstützung. Vielleicht ist temporär eine Dialyse notwendig.

Titelbild: Pixabay.com/de – geralt

One comment

  1. Wie kann ich geschwollene Tränensäcke homöopathisch behandeln? Danke für die Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen
    Germana Schuff

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