Akupressurpunkte zum Abnehmen

Übergewicht ist ein Problem. Egal, ob es sich nur um ein paar Pfunde zu viel handelt oder um eine krankhafte Fettleibigkeit – Abnehmen tut Not. Aber wie nimmt man vernünftig ab? Durch weniger essen, klar. Diäten alleine helfen allerdings meistens wenig. Schnell macht der berüchtigte Jo-Jo-Effekt alles wieder zunichte. Nein, für eine dauerhafte Gewichtsreduktion braucht es schon etwas mehr. Bewegung muss zwingend hinzu kommen. Und selbst dann ist es ein harter, nicht selten steiniger Weg bis zum Idealgewicht. Ausgerechnet eine uralte Methode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) kann freilich dabei helfen, diesen Weg leichter zu machen – die Akupressur.

Nicht, dass es sich dabei um ein Wunderding handeln würde, mit dem Abnehmen zum Kinderspiel wird. Vielmehr ist es so, dass die Akupressur unterstützend wirkt und manches während einer Diät leichter macht. Vor allem aber ist sie ein probates Mittel gegen Hunger und Heißhungerattacken. Grund genug also, sich hier einmal etwas näher mit den Möglichkeiten dieser fernöstlichen Technik auseinanderzusetzen.

Was genau ist eigentlich Akupressur und wie kann sie beim Abnehmen helfen?

Schon seit rund 6 000 Jahren ist die Akupressur eine bewährte Praktik in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Das Prinzip dahinter ist denkbar einfach: Durch das Massieren oder Drücken bestimmter, genau festgelegter Punkte am Körper, den sogenannten Akupressurpunkten, lassen sich Vorgänge im Körperinneren positiv beeinflussen. Dabei gehen die chinesischen Mediziner davon aus, dass der menschliche Körper durch Energiebahnen geprägt wird, die im Gleichgewicht sein sollten. Sind sie das nicht, treten gesundheitliche Probleme auf. Auch Übergewicht kann eine Folge sein.

Mit Hilfe der Akupressur wird das angestrebte Gleichgewicht der Energiebahnen wieder hergestellt, der Patient kann gesund werden. Bezogen auf Übergewicht lässt sich also folgern, das eine dauerhafte Gewichtsreduktion und eine schlanke Figur nur dann möglich sind, wenn sich die dazugehörigen Energiebahnen im Lot befinden. Sind sie das nicht, müssen sie durch Akupressur dahin gebracht werden. Tatsächlich hat die TCM insgesamt vier zentrale Akupressurpunkte ausgemacht, die das bewerkstelligen können. Zwischenzeitlich bezweifeln nicht einmal mehr westliche Schulmediziner die Wirksamkeit dieser Praktik, auch wenn sie sie nicht unbedingt als Allheilmittel ansehen wollen. Das Beste daran ist aber: Man braucht dafür keinen Arzt oder einen speziell ausgebildeten Masseur, sondern kann die Akupressur ganz einfach selbst an sich ausführen. Gerade im Zusammenhang mit einer Reduktion des Gewichts ist das ein unschätzbarer Vorteil.

Lenkergefäßpunkt 16 zum Abnehmen
Ein wichtiger Punkt liegt zwischen Nase und Mund / Bild: Pixabay.com/de – Guiliamar

Abnehmen mit Akupressur – so geht’s!

Bei der Akupressur werden die jeweiligen Akupressurpunkte, wie bereits erwähnt, durch Drücken oder Massieren stimuliert. Das ist geradezu kinderleicht und erfordert nur wenig Übung. Der jeweilige Punkt soll dabei sanft und mehrfach hintereinander mit der Fingerspitze gedrückt werden. Ideal dafür ist der Zeigefinger, aber auch der Daumen eignet sich gut. Alternativ bietet sich auch eine Massage der betreffenden Stelle durch kleine, kreisende Bewegungen an. Beides funktioniert. Für welche Methode man sich letztlich entscheidet, ist weitgehend Geschmackssache.

Beim Drücken ist darauf zu achten, dass der Finger tatsächlich senkrecht auf den Punkt auftrifft.

Der Druck soll so stark sein, dass es sich definitiv angenehm anfühlt. Über die Dauer lässt sich keine endgültige Aussage treffen. Jedoch wird empfohlen, mindestens eine halbe Minute lang zu drücken. Wichtig ist auch, dass man den Vorgang bewusst wahrnimmt, sich also auf das, was da gerade vor sich geht konzentriert und der Wirkung, die es auslöst, nachspürt. Man tut deshalb gut daran, sich kurz zurückzuziehen, um ganz für sich sein zu können. Die Prozedur kann im Stehen, im Sitzen und im Liegen vollzogen werden. Sie dauert nur wenige Minuten und sollte je nach Belieben oder nach Bedarf Anwendung finden – egal ob Zuhause, im Büro oder sonst wo. Etwas schwieriger als die eigentliche Akupressur gestaltet sich das Finden der richtigen Akupressurpunkte, auf die es nun mal ankommt, soll das Ganze auch Erfolg haben. Aber auch das ist letztlich keine Hexerei. Orientierungskarten, die man leicht auch im Internet findet, helfen dabei.

Wer abnehmen möchte, konzentriert sich dabei auf folgende vier Punkte:
  • Den Lenkergefässpunkt 16, der sich genau in der Mitte zwischen der Nase und der Oberlippe befindet. Durch das Drücken dieses Punktes lassen sich vor allem Heißhungerattacken überaus wirkungsvoll und relativ lang anhaltend bekämpfen.
  • Den Konzeptionsgefäßpunkt 12. Er ist etwas oberhalb des Bauchnabels zu finden, in etwa eine Handbreit entfernt von der Mitte des Körpers. Durch die Aktivierung dieses Punktes wird vor allem die Verdauung gefördert.
  • Den Magenpunkt 36. Er befindet sich an der äußeren Seite des Beines direkt unterhalb des Knies innerhalb einer leichten Vertiefung. Mit diesem Punkt lässt sich in erster Linie der Drang, jetzt unbedingt etwas essen zu wollen, spürbar reduzieren. Er wirkt außerdem harmonisierend.
  • Den Perikard 6, den man auf der Innenseite des Arms etwas über der Handgelenksbeuge findet. Ihn zu drücken oder zu massieren hilft dabei, den Magen zu beruhigen.
    Auch wenn sich das jetzt etwas kompliziert lesen mag, mit ein klein wenig Geduld und Übung sind die Punkte leicht zu finden. Einfach ausprobieren. Übrigens weiß man, dass man an der richtigen Stelle ist, wenn die Reaktion auf ein mögliche Stimulierung etwas intensiver ausfällt, als an den Stellen drum herum.
Akupressur bei Heißhungerattacken
Akupressur wirkt Heißhungerattacken entgegen / Bild: Pixabay.com/de – SnaXXy

Akupressur – Hilfe für den Alltag beim Abnehmen und darüber hinaus

Wie bereits erwähnt: Akupressur ist kein Wundermittel, mit dem sich ganz schnell ganz viel abnehmen lässt. Sie hat eher eine unterstützende Funktion, die von einem ganzheitlichen Ansatz ausgeht und unterstreicht, dass es zwischen Übergewicht und seelischem Befinden offenbar einen Zusammenhang gibt. Da die Akupressur jederzeit und ohne viel Aufwand angewendet werden kann, ist sie der ideale Begleiter bei einer Diät. Vor allem die berüchtigten Fressattacken können mit ihrer Hilfe gut im Zaum gehalten werden.

Anders ausgedrückt: Die Akupressur hilft dabei, durchzuhalten – auch und gerade in manchmal schwierigen Situationen.

Eine Reduktion der täglichen Kalorienaufnahme kann sie allerdings genau so wenig ersetzen wie ausreichend Bewegung. Dafür leistet die Akupressur auch nach der Diät wertvolle Hilfe. Mit ihr ist es nämlich auch dann möglich der einen oder anderen Verlockung, die da auf einen wartet, zu widerstehen. Ganz abgesehen davon, dass sie eben auch zu einem allgemeinen Wohlbefinden beiträgt und den Menschen in mancherlei Hinsicht im Gleichgewicht hält. Die Akupressur ist folglich eine wunderbare Methode, um dauerhaft schlank zu bleiben und sich gut zu fühlen. Es ausprobieren lohnt sich deshalb.

Titelbild: Pixabay.com/de – rhythmuswege

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