Darmparasiten: Parasiten im Darm natürlich bekämpfen

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Bei dem Thema Darmparasiten stehen den meisten Menschen die Haare zu Berge. Die Idee, es könnte sich tatsächlich im eigenen Körper ein Parasit, ein Wurm oder eine Made aufhalten, erschüttert die Menschen mit Ekel und Abscheu. Doch ist diese Vorstellung gar nicht so abwegig wie gedacht. Wer glaubt, Parasiten im Darm gab es nur im Mittelalter und seit den hohen Hygienemaßnahmen sei dies kein Problem mehr, irrt sich fatal. Doch dieser Irrglaube hat schlimme Konsequenzen – ein Parasit als Krankheitsursache wird nur selten in Betracht gezogen und so können sich die ungebetenen Untermieter unkontrolliert vermehren und erheblichen Schaden anrichten. Denn das große Problem ist, dass viele Darmwürmer nicht im Verdauungstrakt bleiben. Sie bohren sich einfach durch die Schleimhaut, wandern durch das Blutsystem und nisten sich schließlich in den Organen ein und zerstören diese. Unmöglich?- Leider nein und fast jeder Zweite ist von Darmparasiten unwissentlich betroffen.

Die Ansteckung – so findet der Parasit seinen Weg in den Körper

Der häufigste Infektionsweg findet über die Nahrung statt. Während Kinder auch gerne mal einen Löffel Erde essen, in dem Parasiteneier enthalten sein können, stecken sich Erwachsene durch nicht gewaschenes Obst und Gemüse an. Der Hauptinfektionsweg findet jedoch durch ungekochte Wurstwaren, blutiges Fleisch, rohen Fisch und nicht pasteurisierte Milch statt, in denen Parasiten oder Eier enthalten sind. Doch auch eine Ansteckung über Analverkehr ist keine Seltenheit.

Wenn sich der Parasit erst einmal im Darm eingefunden hat, verschwindet dieser in der Regel nicht wieder von alleine. Er pflanzt sich dort fort und über den Stuhl werden weitere Eier verbreitet. Dies ist vor allem für alle anderen Familienmitglieder, die dieselbe Toilette benutzen, eine Gefahr.

Die Symptome bei einem Befall reichen von Blähungen, Übelkeit und Diarrhö, über Magenkrämpfe, Hautausschläge, Fieber und Gelenkbeschwerden. Doch auch Schmerzen im Bereich der Leber oder der Nieren können auf einen Befall hindeuten und sollten stets ernst genommen werden.

Darmparasiten bekämpfen
Reinigen Sie Obst und Gemüse vor dem Verzehr / Bild: Pixabay.com/de – Monoar

Darmparasiten – eine Erfolgsgeschichte

Die Erfolgsgeschichte der Darmparasiten ist uralt. Seit jeher machen sie es sich im Körper von Tieren und Menschen bequem. Die biologische Idee dahinter: der Parasit hat im Körper keine Fressfeinde zu befürchten, wird stets warm gehalten und noch dazu frei Haus ernährt.

Die Menschen erkannten schon früh die Gefahr in den Parasiten. Nicht ohne Grund ist es beispielsweise im Islam verboten, Schwein zu essen. Ja – das ursprüngliche Motiv dahinter ist das unreine, das mit Peitschenwürmern befallene Schwein. Diese sind vergleichsweise groß, sodass sie die Menschen mit bloßem Auge erkennen konnten. Andere, nicht weniger harmlose Parasiten sind jedoch viel kleiner und meist nur mit dem Mikroskop sichtbar. Dazu gehören unter anderem Einzeller wie Giardien (vor allem im Wild), Neospora, Amöben oder Sarcocystis. Doch auch viele Würmer sind kaum zu erkennen wie z.B. die Maden- oder Hakenwürmer. Das komplette Gegenteil stellen die Spul- sowie Fadenwürmer und natürlich der Gigant unter den Darmparasiten, der Bandwurm dar.

Doch so widerwärtig die Parasiten auch sein mögen, gab es doch schon immer jene, die ihnen auch Vorteile abringen konnten. So wurden die Bandwürmer im Mittelalter und teilweise auch noch heute willentlich eingeführt. Dafür schluckt die Person ein Ei und lässt den Rest die Natur erledigen. Warum? Eine berechtigte Frage. Der Schlankheitswahn zieht sich über mehr als eine Epoche. Die Trägerin kann hemmungslos schlemmen und bleibt trotzdem schlank, da der Bandwurm sich auch von den Lebensmitteln ernährt und so viele Kalorien abfängt.

Das Wichtigste bei dieser sehr speziellen und nicht ganz ungefährlichen Diät ist jedoch die Kenntnis, wie man sich dem Untermieter wieder entledigen kann. Denn ein unkontrolliert fressender Bandwurm wird Organe schwer schädigen. Daher muss er alle paar Monate entfernt und wenn gewünscht durch ein neues Ei ersetzt werden.

So absurd ist die Idee jedoch keinesfalls. Auch heute forschen Wissenschaftler wieder, wie man sich die Fähigkeiten von manchen Würmern oder Einzellern zunutze machen kann. Das menschliche Immunsystem war ursprünglich darauf ausgerichtet, mit vielen Bedrohungen zurecht zu kommen. In unserer immer sterileren Welt hat es jedoch nichts mehr zu tun. Daher kämpft es zunehmend gegen körpereigene Zellen (Autoimmunerkrankungen) oder erkennt Substanzen als Gefahrenquelle, die keine sind. Heuschnupfen, Asthma und diverse Allergien könnten daher mit einem für den Körper harmlosen Darmparasiten behandelt werden und sich praktisch in Luft auflösen.

Darmparasiten natürlich bekämpfen
Essen Sie so wenig Zucker wie möglich / Bild: Pixabay.com/de – Soorelis

Darmparasiten mit Hausmitteln bekämpfen

Doch bevor sich jemand mit der Idee anfreundet, einen Untermieter aufzunehmen, sollte jeder wissen, wie man sich diesem auch wieder entledigt. Selbstverständlich gibt es chemische Medikamente, doch auch die Naturapotheke kennt viele nützliche, weit weniger belastende Mittel gegen Parasiten im Darm.

Hierzu gehören:
  • Kokosöl
    Das Kokosöl enthält viel natürliche Laurinsäure, welche das Exoskelett von Parasiten auflöst. Daher ist das Kokosöl nicht nur bei Darmparasiten, sondern auch zur Abwehr von Zecken und Flöhen wirkungsvoll. Erwachsene sollten über mehrere Wochen circa 30 Gramm Kokosöl verzehren, um lästige Darmparasiten loszuwerden. Eine höhere Dosierung ist zwar nicht wirkungsvoller, jedoch abgesehen von dem hohen Kaloriengehalt auch nicht schädlich.
  • Papayakerne
    Einfach täglich zwischen 15 und 25 rohe Papayakerne zerkauen und schon ergreifen die Parasiten im Darm die Flucht. Papayakerne schmecken ähnlich wie Pfeffer und enthalten Papain. Wird dieses auf Fleisch gestreut, verbessert sich dessen Konsistenz und selbst zähes Muskelfleisch wird butterzart. Wahrscheinlich schadet das Papain auch der Zellmembran der Parasiten und tötet diese ab.
  • Knoblauch
    Knoblauch wirkt zwar nicht gegen alle Wurmarten, wohl aber gegen die meist verbreitetsten. Darunter die Giardien, Spul- und sogar Bandwürmer. Der Wirkstoff Allicin entsteht kurz nachdem die Knoblauchzehe angeschnitten wurde. Daher müssen zwischen dem Schneiden oder besser Pressen und dem Verzehr mindestens drei Minuten liegen. Durch eine Kur über einen Monat, mit der Einnahme einer rohen Knoblauchzehe täglich, gehören Würmer der Vergangenheit an. Der Vorteil: Knoblauch ist jederzeit leicht erhältlich und eine Überdosierung nicht möglich.
  • Wermut
    Die sonst als alkoholisches Getränk bekannte Pflanze wurde schon im Mittelalter Wurmkraut genannt. Denn sie wirkt stark toxisch auf die Parasiten. Jedoch ist bei der Einnahme zur Vorsicht geraten. Denn reines, hochprozentiges Wermutöl ist auch für den Menschen eine Gefahr. Deshalb stets zu Wermutpastillen bzw. -tabletten greifen, die mit Sicherheit ungefährliche Konzentrationen enthalten.
  • Zucker
    Nein, leider heißt der Tipp nicht so viel Zucker essen wie möglich, sondern so wenig wie irgend denkbar. Die Darmparasiten ernähren sich von Glukose. Eine kohlehydratarme Ernährung hungert sie daher aus und sie werden tot ausgeschieden.
  • Oregano-Öl
    Das ätherische Öl vom Oregano hat einen hohen Gehalt von Carvacrol, einem Wirkstoff der schon lange aufgrund seiner antibakteriellen und -mykotischen Wirkung bekannt ist. Ferner ist es in der Lage, Parasiten abzuwehren.
  • Kürbiskerne
    Gegen Spul- und auch Bandwürmer können Kürbiskerne helfen. Ein Smoothie aus einer großen Tasse Kürbiskerne wird auf nüchternen Magen getrunken. Im Abstand von zwei bis drei Stunden folgt ein Abführmittel. Dieses kann natürlicherweise aus Glaubersalz oder Rizinusöl bestehen. Die durch die Kürbiskerne apathischen Würmer werden ausgeschieden und können hinterher im Stuhl “bestaunt” werden.

Um sicher zu gehen, dass wirklich alle Parasiten im Darm entfernt wurden und sich auch keine Eier halten konnten, sollte jede Therapie nach sechs bis acht Wochen wiederholt werden.

Die Parasiten im Darm sind verschwunden – jetzt Darmfauna aufbauen

Nachdem die Darmparasiten abgetötet wurden, sollte die Darmfauna wieder neu aufgebaut werden. Eine gesunde Bakterienpopulation ist der Garant dafür, eine Neuinfektion zu verhindern. Neben einer ausgewogenen Ernährung mit vielen Ballaststoffen eignen sich zur Neuansiedlung Prä- und Probiotika, wie sie in vielen Joghurts enthalten sind.

Folgendes Buch ist sehr empfehlenswert:


Titelbild: Pixabay.com/de – vesnazajchenko

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