Fibrom / Stielwarze

Fibrom (Stielwarze) – Ursachen und schnelle Behandlung

Für alle hypochondrisch veranlagten Leser vorweg: Sie sind harmlos, die kleinen Wucherungen auf der Haut, die bevorzugt am Hals, an den Achseln und in der Leistengegend auftreten. Die Rede ist von Fibromen, umgangssprachlich aufgrund ihrer Form auch Stielwarzen genannt. So ziemlich jeder Mensch wird die kleinen Hautwucherungen im Laufe seines Lebens an diversen Körperstellen entdecken und sich drei zentrale Fragen stellen: Was ist das? Woher kommt das? Und wie werde ich es vor allen Dingen wieder los? Die wichtigsten Fakten hinsichtlich Entstehung, Diagnoseverfahren und effektiver Behandlungsmethoden bei Auftreten eines Fibroms.

Fibrom – Was ist das?

Gutartige millimetergroße Knötchen, sogenannte “Neubildungen” aus Binde- oder anderem Stützgewebe der Haut nennt man Fibrome. Kommen Sie am Auge vor, nennt man sie hingegen Grieskörner oder Milien. Sie entstehen dann, wenn die für die Bildung des Bindegewebes zuständigen Zellen (Fibroblasten) in ihrer Aktivität über das Ziel hinausschießen. Stielwarzen zählen entgegen ihrer irreführenden Bezeichnung keinesfalls zu echten Warzen, denn diese entstehen aus einer Infektion heraus und nicht aus einer Wucherung der Fibroblasten.

Die weichen, hautfarbenen und schmerzlosen Hautwucherungen, die neben Achsel-, Leisten- und Halsbereich gerne auch am Augenlid und der Pofalte sitzen, prinzipiell aber auch an allen anderen Stellen des Körpers auftreten können, sind daher kein medizinisches, sondern eher ein kosmetisches Problem.

Weiche Fibrome

Hautärzte titulieren die stiel- oder knötchenförmige Hautausstülpung aufgrund ihrer Konsistenz gerne als weiches Fibrom oder Fibroma molle. Es kann erbsengroß werden und erinnert in seinem Aussehen an ein kleines Hautsäckchen. Die Wucherung kann auch an einem kleinen Stiel hängen, was ihr die Bezeichnung der Stielwarze verschafft. Das kleine helle Geschwür kommt häufig vor und macht dabei auch keinerlei Unterschiede zwischen Mann und Frau.

Harte Fibrome

Hält sich die Wucherung im Gegensatz zum weichen Fibroma molle unmittelbar unter der Oberhaut (Epidermis) auf und ist hautfarben, bräunlich oder rosa gefärbt, wird sie vom Mediziner als hartes Fibrom oder Fibroma durum bezeichnet. Diese tiefere und derbe Geschwulst des Bindegewebes hält sich bevorzugt auf den Beinen der – meist jungen und weiblichen – Betroffenen auf.

Tritt die unschöne Knötchenbildung über den gesamten Körper des meist wenig erfreuten Betroffenen auf, spricht man von Fibromatose.

Frau krazt Fibrom am Arm auf

Auftretende Beschwerden bei Fibromen

Es besteht kein Risiko, dass die Stielwarze in ihrer gutartigen Wucherung ausartet und in einen bösartigen Tumor übergeht. Sobald sie eine gewisse Größe erreicht hat, stoppt die Geschwulst in ihrem Wachstum. Das ist der Vorteil. Der Nachteil besteht leider darin, dass das Fibrom sich nicht wieder zurückbildet, sondern im Gegenteil in seiner erreichten Form und Größe dauerhaft bestehen bleibt. Das ist erst einmal ein rein ästhetisches Problem. Dies ändert sich jedoch dann, wenn die Wucherung durch ihren Sitz in einer stark schwitzenden Körperregion entweder unter Hautfalten oder dem Stoff der Kleidung regelrecht aufgerieben wird. Dann beginnt sie oftmals, sich schmerzhaft zu entzünden.

Ursachen & Risikofaktoren für Fibrome und Stielwarzen

Was hat nun der Mensch mit der Stielwarze, was andere nicht haben? Eine gute Frage, doch die gutartigen Knoten aus Bindegewebe entstehen meist völlig grundlos und ohne erkennbare Ursache auf der Hautoberfläche. Im Gegensatz zu echten Warzen ist die Stielwarze auch nicht ansteckend.

Fakt ist jedoch, dass die Fibroblasten mit ihrer Überproduktion des Bindegewebes frühestens mit Beginn der Pubertät, oftmals sogar erst nach dem 30. Geburtstag starten.

Auch Übergewicht steht im Verdacht, vermehrt für die Bildung von Fibromen verantwortlich zu sein. Über die Beteiligung einer erblichen Veranlagung sind sich die Experten allerdings einig, da die Stielwarze bei Mittel- und Nordeuropäern häufiger auftritt als beispielsweise bei der dunkelhäutigen Bevölkerung der afrikanischen Länder.

Untersuchung & Diagnose der Hautanhängsel

Wer sich von den hautfarbenen Mitbewohnern auf seiner Haut trotz aller Harmlosigkeit bedroht fühlt, sollte sich zur Sicherheit unter das Dermatoskop, eine spezielle Lupe des Hautarztes, begeben. Für den erfahrenen Mediziner reicht meist ein Blick auf Größe, Farbe, Form und Ränder der Wucherung für die zweifelsfreie Diagnose. Besteht hier auch nur der leiseste Verdacht, es könnte sich statt der vermuteten Stielwarze um eine bösartige Hautveränderung handeln, wird mittels Biopsie eine Gewebeprobe entnommen und im Labor genau untersucht.

Fibrom mit Apfelessig behandeln

Apfelessig gilt als altes, beliebtes Hausmittel zur Behandlung und Vorbeugung verschiedener Beschwerden. Es enthält viele Vitamine, Ballaststoffe, sowie Mineralien und Enzyme, die sich positiv auf den menschlichen Körper auswirken. So senkt Apfelessig beispielsweise den Blutzuckerspiegel, stärkt das Immunsystem und hat eine antibakterielle Wirkung. Auch bei Muskelschmerzen kann Apfelessig zur Linderung anstelle einer Salbe verwendet werden.

Der Power-Essig aus der Natur enthält Beta-Carotin, Folsäure, Vitamin B und C, Kalium, Magnesium, Eisen und Spurenelemente, die ihm grandiose Wirkungen verleihen. Darüber hinaus ist er auch eine sehr sparsame Methode der Gesunderhaltung. Um Apfelessig gezielt einzusetzen, ist es wichtig, die rohe, ungefilterte Version von ihm zu verwenden. Das bei vielen Patienten bekannte Fibrom, oder auch Stielwarze genannt, kann problemlos mit Apfelessig als natürliches Hausmittel behandelt werden. Dabei sollte dieser zwei- bis dreimal täglich auf die zu behandelnde Stelle aufgetragen werden.

Dazu wird das Hausmittel auf einen kleinen Wattebausch geträufelt und anschließend auf die Stielwarze gerieben. Sie wird schon nach dem ersten Tag dunkler, bis sie nach spätestens ein bis zwei Wochen abstirbt und abfällt. Die Ursache für das schnelle Absterben der Warze ist der intensive Essiggehalt, welcher die Warze einfach austrocknen und anschließend abfallen lässt. Ein weiterer Vorteil bietet Apfelessig, da er als natürliches Heilmittel keine großen Nebenwirkungen mit sich führt. Trotzdem ist es wichtig zu wissen, dass eine längere Behandlung mit Apfelessig dazu führen kann, dass die umliegende Haut austrocknet. Außerdem kann die Behandlung auch zu Ekzemen der behandelten Haut mit Rötungen und auch Juckreiz führen.

Ärztin mit Skalpell zum Entfernen von Fibromen

Fibrom / Stielwarze entfernen

Grundsätzlich gilt: Aufgrund ihrer Gutartigkeit müssen Fibrome nicht zwingend vom Hautarzt chirurgisch entfernt werden. Viele Betroffene können die Stielwarzen allerdings nicht erfolgreich ignorieren und möchten sie am liebsten schnell wieder loswerden. Wer nicht mit den Wucherungen leben kann, sollte sie unbedingt fachärztlich mittels Skalpell oder vollkommen schmerzfrei durch die Lasermethode entfernen lassen.

Vom Abschneiden bzw. selbst entfernen der Stielwarzen in Eigenregie ist dringend abzuraten, um ein Verletzen von Blutgefäßen und das damit verbundene Auftreten von Blutungen zu verhindern. Auch ein Abbinden der Wucherung in großelterlicher Manier ist fahrlässig, denn auch wenn die Stielwarzen dadurch schwarz werden und abfallen, ist bei dieser Methode unter Umständen mit Schmerzen und Entzündungen zu rechnen.

Wichtig:
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Entfernung des wuchernden Problems nur bei gleichzeitigem Vorhandensein einer medizinischen Notwendigkeit. Diese liegt beispielsweise dann vor, wenn die Stielwarze am Auge sitzt und den Lidschlag beeinträchtigt. Bei einem Fibrom am Auge spricht man auch von Milien bzw. Grieskörner. Der Entschluss, das weiche Geschwulst aus rein kosmetischen Gründen entfernen zu lassen, muss dagegen aus eigener Tasche finanziert werden.
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