Frau beißt in grünen Apfel - dafür sollte man keine lockeren Zähne haben

Lockere Zähne – So rettest und festigst du sie natürlich!

Ein gesundes Gebiss ist die Voraussetzung für ein gutes Allgemeinbefinden. Sitzen alle Zähne fest in ihrer Position, dann sind Prozesse wie das Abbeißen, Kauen und Sprechen gewährleistet. Darüber hinaus besitzen die Zähne auch eine entscheidende Bedeutung für das äußere Erscheinungsbild. Aus diesen Gründen ist es nachzuvollziehen, dass man erschrickt, wenn sich einzelne Zähne schon in jungen Jahren lockern. Allerdings ist es nicht nötig, die “Flinte ins Korn” zu werfen, sondern es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Abhilfe zu schaffen.

Wodurch können sich Zähne lockern?

Bei Kleinkindern ist es normal, dass die Milchzähnchen locker werden und ausfallen. Es kommen ja neue nach. Im Jugend- und Erwachsenenalter ist es jedoch besorgniserregend, dass die Zähne ihren Halt verlieren. In der Praxis werden mehrere Auslöser für diesen unangenehmen Prozess beobachtet. Im Vordergrund steht zunächst eine Erkrankung, die als Entzündung des Zahnfleisches bezeichnet wird. Bei einem unbehandelten Verlauf der Parodontitis lockern sich die betroffenen Zahnbereiche und die Zähne fallen aus.

Die Parodontitis oder Parodontose geht mit einer Zerstörung von Faserstrukturen im Zahnfleisch einher, die eigentlich die Zähne befestigen sollen. Im fortgeschrittenen Stadium können die Zähne sich daher lockern. Das Lockern von Zähnen kann ebenfalls die Folge einer mechanischen Einwirkung sein. Diese basiert meist auf einem Sturz oder einem Schlag. Ist der Schweregrad des Unfallgeschehens besonders hoch, dann können Zähne ausbrechen oder locker werden.

Das Tragen von Zahnersatz wie Brücken und Kronen kann eine weitere Voraussetzung darstellen, warum Zähne locker werden. Das hat mit einer Fehlbelastung eines oder mehrerer Zähne zu tun. Daraus resultiert häufig ein Knochenschwund, sodass die knöcherne Verankerung der Zähne verloren geht. Es ist außerdem nicht auszuschließen, dass das Korrigieren von Gebissanomalien oder Fehlstellungen der Zähne mit mechanischen Mitteln zu einer Zahnlockerung führen kann. Ein Knochenverlust kann zum Beispiel durch kieferorthopädische Behandlungen mit Brackets, herkömmlichen Zahnspangen oder Bionatoren entstehen.

Es wurde wissenschaftlich nachgewiesen, dass ein enger Zusammenhang zwischen einer ausgewogenen Ernährungsweise und der Zahnstabilität besteht. Nicht nur in sehr armen Ländern, sondern auch in Europa kommt es nicht selten vor, dass eine Mangelernährung vorliegt. Diese kann eine Folgeerscheinung anhaltender Hungerzustände durch Diäten oder eine Essstörung sein. Auch Menschen, die sich vegan ernähren, müssen ein besonderes Augenmerk auf einen Ausgleich fehlender Mineralstoffe und Vitamine achten. Verschiedene Tumore stehen gleichermaßen in Verdacht, ein Lockern von Zähnen auszulösen. Durch einen Tumor kann knöchernes Gewebe verdrängt werden, sodass nicht mehr genügend Knochensubstanz vorhanden ist, um den Zahn zu halten.

Im Laufe des Lebens treten am Zahnfleisch normale Veränderungen auf. Es kann passieren, dass mit jedem Lebensjahrzehnt das Zahnfleisch etwas zurückgeht. Dieser Vorgang wird daran deutlich, dass vor allen Dingen die Schneidezähne immer länger erscheinen oder sich breitere Zwischenräume bilden. Dann liegt eine Gingivitis mit einer Zahnlockerung vor. Die Gingivitis kann unbehandelt in eine Parodontose übergehen.

Wie kann man lockere Zähne wieder festigen?

Frau bei der Mundhygiene -beugt lockeren Zähnen vor
Zahnpflege bei lockeren Zähnen ist ein absolutes Muss / Bild: Pixabay.com/de – PublicDomainPictures

Heutzutage ist es durchaus realisierbar, mit unterschiedlichen zahnmedizinischen Methoden den Zähnen im Kiefer wieder mehr Halt zu verleihen.

Das geschieht durch eine zahnärztliche Behandlung, die bei der Parodontose möglichst frühzeitig begonnen werden sollte.

Eine professionelle Zahnreinigung und das in örtlicher Anästhesie ausgeführte Ausräumen der Zahnfleischtaschen, erweisen sich als wirkungsvolle Maßnahmen.

Ist die Parodontose bereits weit fortgeschritten, kann mit einem Knochenaufbau versucht werden, wieder eine natürliche Verankerung der Zähne aufzubauen.

Um einen Zahnfleischrückgang durch eine Gingivitis zu bekämpfen, eignet sich zum Beispiel die regelmäßige Entfernung von Zahnstein.

Was können Betroffene selber tun?

Neben dem Besuch des Zahnarztes ist es wichtig, die Zähne nach jeder Mahlzeit zu putzen. Durch das häufige Zähneputzen verbessert sich die Mundhygiene und das Zahnfleisch wird zusätzlich durchblutet. Diese Maßnahme kann durch den Einsatz von Mundwasser, Mundduschen und Zahnseide erweitert werden.

Zeigt es sich, dass Zähne im Begriff sind, sich zu lockern, sollte darauf geachtet werden, dass es Nachts nicht zum Zähneknirschen kommt.

Durch die teilweise enorme Krafteinwirkung auf die Zähne, die oftmals über einen langen Zeitraum vorhanden ist. kommt es zu einer Überbelastung des Zahnhalteapparates. Infolge dessen reduziert sich die Verwurzelung der Zähne und sie lockern sich. Eine Anti-Knirschschiene vom Kieferorthopäden kann Abhilfe schaffen.

Hat sich im Mund oder im Rachen eine bakterielle Entzündung manifestiert, dann ist es ratsam, die Zahnzwischenräume und die Mundhöhle öfters über den Tag verteilt zu spülen. Das reduziert die Krankheitserreger und regt die Blutversorgung des Zahnfleisches an. Einer Parodontitis kann auf diese Weise gleichfalls vorgebeugt werden.

Um das Zahnfleisch und den Zahnschmelz lockerer Zähne wieder zu regenerieren, eignet sich die Aufnahme von Fluor. Das kann durch die Anwendung fluorhaltiger Zahnpasten geschehen. Derartige Zahncremes und Zahngels mit einer ausreichenden Fluorkonzentration werden meist vom Zahnarzt verordnet.

Helfen homöopathische Mittel?

Ja, denn naturheilkundliche Behandlungsformen können bei lockeren Zähnen durchaus einen gewissen Effekt haben. Eine eher weniger bekannte Variante ist die traditionelle Öltherapie.

Diese aus Russland stammende Methode, die ein entgiftendes Heilverfahren ist, wird folgendermaßen ausgeführt:
  • ungefähr 1 bis 2 Teelöffel Sonnenblumen- oder Rapsöl in den Mund geben ( ideal ist kalt gepresstes Sonnenblumenöl)
  • den Mund schließen
  • das Öl im Mundraum bewegen, sodass es die Zähne umspülen kann
  • diese Prozedur über etwa 15 Minuten hinweg beibehalten
  • das dünnflüssige Öl danach ausspucken
  • Mundhöhle mit lauwarmem Wasser ausspülen und Zähne putzen

Ein optimales Ergebnis liegt dann vor, wenn das Öl nicht mehr Hellgelb, sondern fast Weiß ist. Wurde die Spüldauer zu kurz gewählt, ist das ausgespuckte Pflanzenöl noch leicht Gelb. Am günstigsten ist diese Ölbehandlung morgens.
Gegen lockere Zähne helfen Heilkräuter wie Frauenmantel, Vogelknöterich, Thymian, Salbei und Eichenrinde.

Beginnen sich Zähne zu lockern, dann kann eine weitere Rezeptur empfohlen werden:

  • 10 Gramm Gewürznelken
  • 20 Gramm Salbeiblätter
  • 30 Gramm Gänseblümchenblätter
  • Aus allen Zutaten eine konzentrierte Abkochung herstellen. 20 Tropfen davon werden in ungefähr 100 Milliliter Wasser gegeben und über den Tag verteilt als Mundspülung verwendet.
Kieferorthopäde in der Behandlung bei lockeren Zähnen
Der Kieferorthopäde als Alternative / Bild: Pixabay.com/de – DarkoStojanovic

Was kann ein Kieferorthopäde noch tun?

Ein ganz neuartiges Verfahren, das in zunehmendem Umfang gegen lockere Zähne umgesetzt wird, ist die BIOSPLINT®-Technologie. Dabei geht es um eine Haltevorrichtung, die auf einem Band beruht. Diese Komponente kann exakt an die Formen der Zähne und des Zahnbogens angepasst werden. Zum Fixieren des Bandes arbeiten die Zahnärzte mit einem sogenannten Licht polymerisierenden Komposit, also einem speziellen Klebstoff. Die Zähne werden auf diese Art und Weise gestärkt und stabilisiert. Auch Zahnzwischenräume können so erhalten bleiben.

Titelbild: Pixabay.com/de – PublicDomainPictures

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