No Shave November – Bartwuchs für den guten Zweck

Verwegener Drei-Tage-Bart, gepflegter Schnauzer oder pure Männlichkeit ausstrahlender Vollbart – Bärte sind mehr denn je im Trend. Keine allzu große Überraschung, dass diesem Phänomen, das auf eine lange Kulturgeschichte zurückblicken kann, besondere Ehre in Form eines ganzen Monates zukommen soll: Teilnehmende am No Shave November stellen sich der Herausforderung, sich einen Monat lang nicht zu rasieren. Neben der Dokumentation des eigenen Bartwuchses und der Zuschaustellung der damit verbundenen Männlichkeit geht es mit dieser viralen Aktion vor allem darum, Bewusstsein für gefährliche Krankheiten wie Hodenkrebs zu generieren.

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Trend vom anderen Ende der Welt

Die Anfänge des besonderen Monats liegen wie die Ursprünge vieler Trends im Internet. Der ursprüngliche Name „Movember“ verweist zugleich auf die besagte Jahreszeit und das englische Wort Moustache, das für Schnauzbart steht. An der Schwelle zum 21. Jahrhundert formierte sich in Australien eine Challenge, die über bekannte Foren schnell an Bekanntheit gewann. In der Folge entschlossen sich immer mehr Männer dazu, im November auf jegliche Gesichtsrasur zu verzichten und im Sinne eines Selbstexperimentes ihren Bartwuchs fotografisch zu dokumentieren. Schnell schwappte der Trend auf andere Kontinente über und wurde so auch in Deutschland zu einem interessanten Phänomen.

Bartträger generieren Aufmerksamkeit und Spenden

Die Darstellung der eigenen Männlichkeit ist aber bei weitem nicht der einzige Grund, weshalb immer mehr Personen an dieser jährlichen Aktion teilnehmen. Während anfangs die eingesparten Ausgaben für Rasurprodukte an wohltätige Organisationen gespendet wurden, gilt es jetzt, durch den außergewöhnlichen Anblick Aufmerksamkeit zu generieren. Dadurch begünstigte Kommunikationen können genutzt werden, um weitere Menschen auf Krankheiten aufmerksam zu machen, an denen Männer auf der ganzen Welt leiden. Die geleistete Aufklärungsarbeit soll mit dem Sammeln von solidarischen Spenden einhergehen, die über die “Mo Bros” und die übergreifende Movember-Organisation an entsprechende wohltätige Zwecke übermittelt werden. Eine besondere Ehrung wird dabei den Bartträgern zuteil, die während des No Shave Novembers die höchste Spendensumme erzielen konnten.

Weiterleitung der Spenden

Die durch Spenden erzielten Erlöse der gemeinnützigen Seite no-shave.org werden größtenteils zur Bekämpfung von Krebs eingesetzt. Verschiedene, von dem Engagement der Teilnehmenden profitierende Organisationen widmen sich der Aufklärungsarbeit und werben für Vorsorgeuntersuchungen, auch im prä-adoleszenten Bereich. Die Plattform https://de.movember.com/ versucht auf ähnliche Art und Weise, Projekte zu unterstützen, die sich um Betroffene von Hoden- oder Prostatakrebs kümmern. Eine weitere Aktion, die den No Shave November dieser Seite ergänzt, ist der “Move”, bei dem durch Absolvieren einer gewissen läuferischen Strecke auf die 60 Männer aufmerksam gemacht werden soll, die stündlich und weltweit Suizid begehen.

Gefährliche Männerkrankheiten

Hodenkrebs und Prostatakrebs sind zwar nicht unheilbar, stellen jedoch gefährliche Krankheiten dar, die nicht nur ältere Männer betreffen können. Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft zufolge erkranken jährlich über 4000 Männer neu an Hodenkrebs, einem bösartigen Tumor der primären männlichen Geschlechtsorgane. Weitaus mehr Männer sind von Prostatakrebs betroffen. Die Anzahl der Neuerkrankungen pro Jahr liegt im oberen fünfstelligen Bereich. Damit ist der bösartige Tumor der Vorsteherdrüse unter Männern die am weitesten verbreitete Krebserkrankung. Teilnehmende des No Shave November zeigen sich solidarisch mit Erkrankten und sorgen zudem für lebenswichtige Aufklärung.

(Fast) kein Bart währt ewiglich

Auch wenn einige Challengeteilnehmer über den No Shave November hinaus Gefallen an ihrem Bartwuchs finden, entscheiden sich die meisten Männer mit Anbruch des neuen Monates dazu, ihre Gesichtsbehaarung vollständig zu entfernen oder pfleglich in Form zu bringen. Um dabei zu den richtigen, auf persönliche Bedürfnisse abgestimmten Werkzeugen zu greifen, empfiehlt sich der Vergleich verschiedener Anbieter. Mittels Bartschneider Test kann der ideale Trimmer gefunden werden, um sich für den kommenden No Shave November bereit zu machen.