Übersäuerung des Körpers – Säure Basen Haushalt im Gleichgewicht

Während sowohl in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als auch im indischen Ayurveda der Mensch als Organismus untersucht wird, hat die westliche Medizin nach wie vor das Laster, vor allem symptomatisch zu agieren. Daher werden bei vielen Erkrankungen nicht die Ursachen behandelt und ein langer von Medikamenten begleiteter Leidensweg beginnt. Für viele Schulmediziner ist der Säure Basen Haushalt noch immer nichts als Humbug und nur für Esoteriker von Bedeutung. Doch hilft der Kampf gegen die Ungleichgewichte im Säure Basen Haushalt vielen Patienten, sich wohler zu fühlen.

Der Säure Basen Haushalt – die erste Theorie

In der westlichen Gesellschaft kommt es aufgrund einer ungesunden Ernährung zunehmend zu einer Übersäuerung des Körpers. Stress, wenig Schlaf, Kreislaufbeschwerden oder gar künstliche Hormone unterstützen diesen Prozess und rufen eine Reihe von Krankheiten hervor.

Im Körper gibt es verschiedene Flüssigkeiten, die variable pH-Werte aufweisen. Ein pH-Wert von 7 gilt als neutral. Werte, die darunter liegen, als sauer, Werte darüber als basisch. Nun ist sauer nicht automatisch schlecht. Viele Körperbereiche müssen sogar sauer sein, um ihre Funktion zu erfüllen. Dazu gehören der Magen, der Dickdarm oder die Scheide. Eine Übersäuerung im eigentlichen Sinn liegt vor, wenn neutrale oder basische Körperflüssigkeiten sauer werden. So müssen das Blut, die Haut, der Dünndarm und die Zellflüssigkeit basisch sein.
Übersäuern sie, erkranken die betreffenden Organe und lösen eine regelrechte Kettenreaktion aus.

Das Ergebnis: die Patienten fühlen sich zunächst müde, kraftlos, depressiv und ausgepowert. Dann folgen weitere Symptome wie Verdauungsprobleme, Hautausschläge, schlechte Blutwerte, Falten, Cellulite, Arthrose, Arthritis, Gallen- und Nierensteine, Bluthochdruck und vieles mehr. Das Fatale: der Schulmediziner rät nur all zu oft zu Medikamenten, die die Problematik verschlimmern.

Säure Basen Haushalt
Fleisch ist säurebildend / Bild: Pixabay.com/de – lehni

Die Übersäuerung: säurebildende Lebensmittel als elementare Ursache

Alle Lebensmittel lassen sich in Hinblick auf den Säure Basen Haushalt kategorisieren. Dabei fällt auf, dass vieles, was der Durchschnittseuropäer besonders gerne isst, säurebildend ist.

Dazu gehören:
  • Alle tierischen Produkte:
    Europäer und Amerikaner sind führend im Fleisch- und Fischkonsum. Leider ist nicht nur rotes Fleisch selbst, sondern auch Eier, Milch, Käse und Ähnliches schlecht für den menschlichen Körper. In Maßen genossen kann dieser den Giftstoffen und der Säure Herr werden. Doch haben es sich viele Menschen angewöhnt, täglich gleich mehrmals diese schädlichen Produkte zu konsumieren. Daher leben Veganer viel gesünder als der normale “Omnivor” und auch Vegetarier sowie Flexitarier können durch ihre Ernährung den Säure Basen Haushalt stabilisieren.
  • Weißmehl:
    Erst seitdem “Clean Eating” als modern und businesslike definiert wird, erfährt das weiße Mehl zunehmend eine Verdrängung. Vollkorn ist “in” und so nehmen die Trendsetter deutlich mehr Ballaststoffe zu sich. Diese regulieren den Säure Basen Haushalt im Darm und sind daher ein elementarer Bestandteil gesunder Ernährung.
  • Alkohol, Nikotin und Koffein:
    Die drei Toxine wirken ganz ähnlich auf den Körper und verursachen jeweils eine Übersäuerung. Dazu regen Sie ihn an, freie Radikale zu bilden, die hochreaktiv Einfluss auf diverse Körperprozesse haben und Zellen schädigen.
  • Schwefel:
    Doch ist Alkohol z.B. nicht nur aufgrund des Ethanols schädlich für den Körper. Weine werden in der Regel geschwefelt, damit sie klar sind und den hohen Ansprüchen des Konsumenten gerecht werden. Leider ist der Schwefel eines der Mineralien, die eine starke Übersäuerung des Magens hervorrufen.
  • Toxine:
    Menschen sind tagtäglich den unterschiedlichsten Toxinen ausgesetzt, ob willentlich über Alkohol, Nikotin, Drogen oder Medikamente, unwissentlich durch Implantate, Zahnfüllungen oder -prothesen sowie durch verdorbene Lebensmittel. Schimmelpilze und Bakterien erzeugen Giftstoffe, die sich im Gewebe anreichern und den Säurehaushalt durcheinander bringen. Dabei ist es prinzipiell unerheblich, ob die Giftstoffe eingeatmet werden oder durch die Nahrung den Körper betreten.
  • Zucker:
    Der heißgeliebte, weiße Haushaltszucker ist nicht nur eine Kalorienbombe, sondern vor allem für die Übersäuerung vieler Kinder verantwortlich. Dem Zucker sind sämtliche Nährstoffe entzogen, sodass er nur noch aus Glukose besteht. Bessere Alternativen sind Stevia, Honig, Dicksäfte, Birkenzucker und Ähnliches. Dabei ist zu beachten, dass künstliche Süßstoffe wie Aspartam genauso schädlich für den Säure Basen Haushalt sind wie Zucker selbst.
  • Phosphor:
    Der Vitalstoff Phosphor ist nur selten Grund für Diskussionen in der Medizin. Es ist ein für das Pflanzenwachstum elementares Mineral und wird häufig in Düngern eingesetzt. Was viele Konsumenten nicht wissen: vor allem in Softdrinks ist es in hoher Konzentration enthalten. Phosphor baut Kalzium aus Knochen und Zähnen ab und ist daher ein erheblicher Gefahrenfaktor.

Säurebildende Umstände und Verhaltensweisen

Neben den säurebildenden Nahrungsmitteln gibt es auch Verhaltensweisen, die für eine Übersäuerung des Körpers verantwortlich sein können. Wie auch die Schulmedizin mittlerweile erkannt hat, entstehen Krankheiten nicht nur aufgrund körperlicher Ursachen, sondern auch psychischer. Diese können ebenfalls den Säure Basen Haushalt negativ beeinflussen.

Zu ihnen gehören:

Stress:
Es gibt den sogenannten Eu- und Disstress. Eustress ist ein gesunder Stress, der die Produktivität ankurbelt, den Kreislauf beschwingt und das Wohlbefinden fördert. Diesen wahrzunehmen, erzeugt bei Menschen Selbstbewusstsein und nach getaner Arbeit das Gefühl, wirklich etwas Positives und Nützliches erreicht zu haben. Disstress ist das komplette Gegenteil. Er wird heute häufig schon beim Aufstehen empfunden, wenn die Nachtruhe durch den Wecker harsch unterbrochen wird. Der Arbeitstag ist eine Aneinanderkettung von Disstress. Ob im Straßenverkehr, dem Büro, auf Konferenzen oder Ähnlichem. Der Stress führt zu einer flachen Atmung, wodurch die Übersäuerung angetrieben wird.
Ängste:
Ängste, Sorgen und Nöte haben einen ganz ähnlichen Effekt auf den Körper wie Disstress. Stresshormone wie Cortisol werden ausgeschüttet und Puls sowie Blutdruck erhöhen sich. Dabei ist es unerheblich, ob die Ängste durch reale, lebensbedrohliche Umstände entstehen oder psychischer Natur sind. Die Reaktion des Körper ist immer gleich und eine Übersäuerung die Folge.
Überanstrengung:
Überanstrengungen beim Sport zeigen sich durch Schwäche und vor allem Krämpfe. Wenn die Muskeln durch eine mangelnde Sauerstoffversorgung übersäuern, sind sie nicht mehr in der Lage, auf die Nervenimpulse effektiv zu reagieren und krampfen. Magnesium- und Calciummängel schließen sich häufig an. Die Entsäuerung des Körpers kann dann nur langsam vonstatten gehen, wodurch der Muskelkater über Tage bestehen bleibt.

Säure Basen Haushalt
Muskelkater ist bedingt durch die Entsäuerung des Körpers / Bild: Pixabay.com/de – skeeze

Die Entsäuerung des Körpers – basebildende Mineralien

Eine Übersäuerung des Körpers ist stets mit einem Vitamin- und Mineralstoffmangel einhergehend. Daher ist es wichtig, diese Defizite abzupuffern. Vitamin C, E, Folsäure und Beta-Karotin wirken als Antioxidantien und führen eine sanfte Entsäuerung herbei. Doch auch basebildende Mineralien sind elementar. Darunter fallen Calcium und Magnesium, aber auch Kalium, Natrium sowie Eisen. Diese Vitalstoffe sollten stets in ausreichendem Maß zur Verfügung stehen, damit eine Entsäuerung des Körpers möglich ist.

Calcium gegen saures Blut

Wenn das eigentlich basische Blut übersäuert, folgen vehemente Gesundheitsfolgen. Nicht ohne Grund wird das Blut auch als Lebenssaft bezeichnet. Eine Übersäuerung verhindert nicht nur die Calciumaufnahme ins Blut, sondern löst auch schon gebundenes Calcium aus Knochen und Knorpeln heraus.

Das Ergebnis: Osteoporose, der Knochenschwund, entsteht.

Dabei werden Knochen so brüchig, dass sie schlussendlich sogar einfach unter dem eigenen Körpergewicht brechen können. Um der Übersäuerung des Blutes und damit der Osteoporose entgegen zu wirken, ist eine vermehrte Einnahme des basischen Calciums unabdingbar. Doch auch Vitamin D, das die Sonne in der menschlichen Haut bilden kann, ist elementar, um den Säure Basen Haushalt wieder zu harmonisieren.

Der Säure Basen Haushalt ist wieder im Gleichgewicht – wohin mit den Schlacken?
Wenn Säuren neutralisiert werden, entstehen die sogenannten Schlacken. Diese Stoffwechselabbauprodukte sammeln sich in den Organen und sollten regelmäßig heraus gespült werden. Dafür dienen Entschlackungskuren. Durch Darmspülungen, Fastenkuren, Saunieren, Kneipen und Ähnlichem werden nicht nur der Kreislauf angekurbelt, sondern Giftstoffe über Nieren und Galle ausgeschwemmt.

Titelbild: Pixabay.com/de – PublicDomainPictures

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.